Grossbrand in einer Lagerhalle im Aluwerk

Grossbrand bei der Rheinfelder Firma ITZ

Eine riesige Rauchwolke stand am Samstagnachmittag über dem Industriegebiet von Rheinfelden, in einer neuen Halle der Firma ITZ, in der nicht gearbeitet wurde, war aus bisher noch nicht geklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehren auf Rheinfelden, Rheinfelden/Schweiz, sowie die Werkswehren von Degussa-Evonik, Aluminium und DSM aus Grenzach-Wyhlen versuchten mit Wasser und Schaum der Flammen Herr zu werden, doch immer wieder flackerten die Flammen auf. Messtrupps aus Lörrach und Weil am Rhein stellten zwar keine giftigen Schadstoffe in der Luft fest, doch wurde die Bevölkerung, besonders im nah gelegenen Ortsteil Karsau aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

 

In der Halle der Firma ITZ, die in Rheinfelden ein Pilotprojekt zur zur Stromgewinnung in einem neuartigen Metallrecycling-Verfahren starten will, befanden sich Maschinen, die kalibriert, also eingestellt werden sollten, sowie verschiedenste Recycling-Materialien, die ineinandergepresst in einer Höhe zwischen acht und zehn Metern dort gelagert wurden. In der Halle wurde am Samstag nicht gearbeitet, die Tore waren geschlossen. „Die Anlage ist im Aufbau, es gab noch keine Produktion. Wie das passieren konnte, ist mir völlig unverständlich“, erklärte Samstag der sichtlich geschockte ITZ-Geschäftsführer Matthias Knöß noch am Brandort, der von den Einsatzfahrzeugen und vielen langen Schlauchleitungen umgeben war.

 

Mitarbeiter eine Stahlbaufirma, die auf dem Firmengelände in der Nähe mit der Errichtung einer weiteren Halle beschäftigt waren meldeten gegen 16.40 Uhr über den Notruf eine Verpuffung und den Brandausbruch. Als erstes waren die Abteilung Karsau der Freiwilligen Feuerwehr Rheinfelden vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt schlugen die Flammen bereits aus der Halle, die die Wehrmänner auch unter Atemschutz nicht betreten konnten, zumal sie immer mehr in sich zusammensank und einzustürzen drohte. Nach und nach rückten weitere Abteilungen der Rheinfelder Stadtwehr an, dazu wurde die große Drehleiter der Wehr aus Rheinfelden angefordert, ebenso alarmierte die Einsatzleitung, die in den Händen von Kreisbrandmeister Bernd Schwöble lag, die Kräfte der benachbarten Werke Evonik und Aluminium, die wie die DSM-Werkwehr mit ihren Einsatzfahrzeugen anrückten. Bekämpft wurde der Brand aus der Höhe mit Wasser, dass aus Hydranten auf dem Werkgelände und dem Rhein kam. Zudem wurde ein Schaumteppich in der Halle gelegt. Ein Übergreifen der Flammen auf eine benachbarte Halle konnte verhindert werden. Das Löschwasser und der Schaum wurden in speziellen Becken aufgefangen, damit nichts in den Rhein gelangte. Noch in den Abendstunden flackerte das Blaulicht rund um den Brandort, der Einsatz dauerte viele Stunden.
Mit im Einsatz waren neben der Polizei mit zehn Beamtinnen und Beamten, die auch aus benachbarten Revieren kamen, auch elf Einsatzkräfte des Rettungsdienstes des DRK Rheinfelden, die jedoch nicht einzugreifen brauchten, verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

 

Rundum das Werksareal, dass sich am Rhein in der Nähe von Schloss Beuggen befindet, hatten sich zahlreiche Schaulustige eingefunden, die den Einsatz der Feuerwehren beobachten. Zur Brandursache konnten sich weder Polizei noch Feuerwehr äußern, Brandsachverständige werden ihre Arbeit aufnehmen, sobald die Halle, oder das, was von ihr noch übrig geblieben ist, wieder betreten werden kann.

 

Bericht: Badische Zeitung

 

Weitere Berichte und Bilder:

Karlsruhe News

Südkurier

 

Bilder: Simon Ertler und Feuerwehr Rheinfelden


 

 

 

 

 

 

http://www.ka-news.de/fotos/Bilddetail/cme6375,261649.html
Einsatzart: Nachbarschaftshilfe Brand
Alarmierung um: 09.05.2009 16:55
Fahrzeuge: Kein Fahrzeug im Einsatz
Einsatzort: Aluwerk3, Rheinfelden, Deutschland
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