Schlussprobe 2012 mit der Einsatzübung „Feuer, Erde, Wasser, Luft“

Rheinfelden, Samstag 20.10.2012

Rund 70 Feuerwehrleute der Feuerwehr Rheinfelden fanden sich am Samstag dem 20.10.2012 um 14:30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und fast schon sommerlicher Temperatur zum traditionellen Photoshooting im Magazin ein. Um das beste Bild zu bekommen liess der Fotograf Simon Ertler die Angehörigen der Feuerwehr (AdF) beim Slogan „Krokodil“ mit Ihrem Lächeln und den Zähnen um die Wette blitzten.

Die Übungsleitungscrew hatte über Wochen hinweg eine super Übungsanlage im und rund um das Hotel Schiff, welches in der Altstadt bei der alten Rheinbrücke liegt, vorbereitet. Sieben Figuranten wurden geschminkt, entsprechend gekleidet und über den Ablauf informiert. Der Materialwart Walter Bräutigam positionierte Rauchgeräte und das Hotelpersonal wurde gebrieft.
Die Restaurantgäste auf der sonnigen Terrasse wussten aber noch nichts von Ihrem Glück.

Punkt 15 Uhr traten aus dem Hoteleingang und Ausgang zur Terrasse vom Hotel Schiff an der Marktgasse massive Rauchwolken aus. Es war zu einer Fettexplosion in der Küche gekommen und die Feuerwehr wurde alarmiert. Nach wenigen Minuten traf bereits das erste Fahrzeug der Feuerwehr mit Sondersignal am Ereignisort ein. In dem Tanklöschfahrzeug sass der Einsatzleiter Thomas Von Büren.

Eine ganze Schar von geladenen Gästen, aber auch Zuschauer aus der Bevölkerung und Besucher der Altstadt hatten sich unterdessen am Ereignisort eingefunden. Sie wurden fachmännisch und kompetent vom Vizekommandanten Daniel Heusser phasenweise über die Vorgänge informiert. Über die ganze Dauer der Übung sorgten die Angehörigen des Verkehrszuges für die Sicherheit der Zuschauer, für Absperrungen, aber auch dafür, dass der Linienbus ungehindert passieren konnte.

Unterdessen rettete der erste Atemschutztrupp, mit einer Druckleitung ausgerüstet, eine Person aus den Flammen in der Küche. Sie wurde der Sanität, welche Ihre Verwundetensammelstelle inkl. Zelt zum Schutz der Betroffenen vis-à-vis vom Café Graf eingerichtet hatte, zugeführt.

Der Rest des Küchenpersonals, zwei Köche nämlich, hatten sich aus der brennenden Küche und dem komplett mit Rauch gefüllten Restaurant aus dem Fenster auf die Blumenkisten rheinseitig gerettet. Und… aus lauter Panik sprangen sie einfach in den Rhein. Der bereits alarmierte Rheinrettungsdienst (RRD) kam mit dem Lösch- und Rettungsboot „St. Anna“ angebraust und rettete innert weniger Minuten die zwei Köche inkl. ihrer Kochkellen.

Weitere Rettungen erfolgten in der Marktgasse aus dem 2.Stock des Hotels auf den Sprungretter, welcher innerhalb von 10 Minuten von 9 AdF aufgestellt worden war. Auf der Seite des alten Zolls kam die Autodrehleiter (ADL) zum Einsatz und es wurden zwei Personen aus dem Sitzungszimmer und einem Zimmer im 2.Stock gerettet. Mit Unterstützung der Höhensicherungsgruppe (HSG) wurde eine schwierige Rettung im 2.Stock von einer bettlägerigen Person ausgeführt.

Zur Brandbekämpfung hatte die Feuerwehr mehrerer Druckleitungen eingesetzt, rheinseitig bekämpfte man die brennende Fassade sogar mittels dem Monitor auf dem Universallöschfahrzeug (ULF). Die Maschinisten hatten unterdessen das Boot mit einer Motorspritze (MS) inklusive dem Werfer ausgerüstet und somit konnte auch der untere, brennende Teil des Hotels mit dem Wasserwerfer auf dem Lösch-und Rettungsboot vom Rhein aus gelöscht werden.

Aber oha-lätz – die Übung schien aus dem Ruder zu laufen…….! Ein Personenfahrzeug war in die Ecke genau gegenüber des Hotel Schiff „geknallt“. Rauch stieg auf und der Fahrzeuglenker, sowie der Mitfahrer wurden eingeklemmt. Der Einsatzleiter alarmierte sofort über die Alarmzentrale den Pionierzug für die Strassenrettung. Die Rettung der Personen mit Kopfverletzung und eingeklemmten Beinen erfolgte ruhig und sachgerecht. Nach weniger als 30 Minuten, was sehr schnell ist, konnten die Patienten, welche permanent von der Feuerwehrsanität medizinisch, aber auch psychologisch betreut wurden, aus ihrer misslichen Lage befreit und den Rettungssanitätern übergeben werden. Die Übung endet mit der Demonstration einer Explosion von einem Airbag auf der Seite des Fahrers.

Der Übungsleiter René Wiederkehr war mit seiner Crew und allen AdF mehr als zufrieden. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, der Geschäftsleitung vom Hotel Schiff und den Figuranten.
In allen Punkten wurden die Übungsziele erfüllt.

Am Abend traf man sich im Kurbrunnensaal zum Schlussabend. Beförderungen und Ehrungen wurden durchgeführt, aber auch Austritte, wie z.b vom Vizekommandanten Daniel Heusser, mit Wehmut entgegen genommen. Daniel wurde mit einem Bildervortrag, einer Einsatzübung und einem Video vom Flämmli emotional verabschiedet. Passend zum Slogan des Tages „Feuer, Erde, Wasser, Luft“ zeigte ein Fakir eine heisse Feuershow mit vielen anderen grusligen Einlagen. Das bürgerliche Nachtessen wurde vom Partyservice der Migros gekocht und serviert. Der Abend endete bei dem Einen oder Anderen an der Bar.

René Wiederkehr

Beförderungen per 01.01.2013

Zum Gefreiten:
Giuseppe Clemente

Zum Korporal:
Priska Meyer
Giovanni Mangano
Jean-Yves Riss
Marco Bischoff
Kevin Baumann

Zum Wachmeister:
Philipp Büchele

Zum Hauptmann:
Gebhard Hug

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