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Objektbegehungen Kita Villa Vesta + Erweiterung Maya Umzüge

Objektbegehungen Kita Villa Vesta + Erweiterung Maya Umzüge

Objektbegehungen Kita Villa Vesta + Erweiterung Maya Umzüge

Trotz der sommerlichen Hitze von 36°C fanden sich die motivierte Teilnehmer der Stabs- und Offiziersübung am Donnerstag im Magazin ein. Für die Übung hatte sich die Übungsleitung wieder zwei interessante Objekt ausgesucht.

Verteilt auf zwei Gruppen fuhren wir zu den jeweiligen Objekte, um dort die gestellten Aufgaben anzunehmen.

Objekt Maya Umzüge, Gerstenweg:

Die Firma Maya Umzüge hatte auf ihrem Firmengelände eine Neubau und zusätzlich einen Erweiterungsbau erstellt. Noch sind die Bauten nicht ganz fertiggestellt, trotzdem sind frühzeitige Objektkenntnisse von Vorteil.

An diesem Posten stand der Fokus auf der Objektbegehung und den Gebäudekenntnissen. Wie kommen wir ins Gebäude? Wo befinden sich die Schlüsselstellen wie z.B. Treppenhaus?

Jeder Teilnehmer hatte die Aufgabe während der Begehung ein Kroki, also eine Lagekarte der Situation vor Ort, aufzuzeichnen und der Übungsleitung vorzulegen.

Bei diesem Objekt handelte es sich um ein mehrstöckiges Bürogebäude in zwei Gebäudetrakte aufgeteilt. In einem Gebäudeteil hat es eine Dachwohnung, ein Fitnesscenter sowie Büroräume. Im Erweiterungsbau befinden sich Büroräumlichkeiten. Im Erd- und Untergeschoss hat es eine Tiefgarage.

Überlegungen über den Standort Einsatzleiter, Entrauchung der Tiefgarage und welche Mittel für welche Szenarien von Vorteil sind wurden diskutiert.

Der Brandschutzplaner war ebenfalls vor Ort und konnte noch der einen oder anderen Knackpunkt klären und Inputs mitgeben.

Danke an Stefan Baumgartner und Markus Flückiger für diesen Posten.

KITA Vila Vesta

In Rheinfelden gibt es viele Kinder, die tagsüber in einer KiTa sind. Eine solche KiTa befindet sich seit 2023 im 1. OG des ehemaligen Ärztehaus (im blauen Haus) an der Zürcherstrasse. Im Erdgeschoss befindet sich noch immer eine Hausarztpraxis, welche nicht Teil der Übung war.

An diesem Posten hatte die Übungsleitung ein Szenario ausgesteckt. Die Annahme war, dass die Waschmaschine in der Mitte der KiTa-Räumlichkeiten brannte. Aufgrund dessen waren die Leiterinnen mit der Rettung der Kinder beschäftigt und hatten das Essen im Backofen vergessen, was somit ebenfalls einen kleinen Brand mit Rauchentwicklung zur Folge hatte. Die Teilnehmer mussten sich im 1. OG ein Bild der Lage und der notwendigen Rettungen machen. Aufgrund der angetroffenen Situation galt es eine Lagekarte zu erstellen und sich folgende Fragen zu stellen:

  • Zugänglichkeiten? Eingänge/Ausgänge, Angrisswege, Schlüsselstellen, etc.
  • Standorte der Fahrzeuge (Tanklöschfahrzeug, Drehleiter)? Sehr beengt; die Fahrzeuge müssen richtig platziert werden sonst stehen wir uns selber im Weg.
  • Standort Einsatzleitung? Vor dem Haus oder doch lieber auf der anderen Strassenseite.
  • Anzahl Rettungen (Kinder und Erwachsene)? Es gibt Kinder vom Krabbel- bis Kindergartenalter, diese könnten wir schlafend oder spielend antreffen. Auch die Anzahl variiert je nach Wochentag und Uhrzeit.
  • VB Chargen (Verantwortungsbereiche)? Setzen wir einen VB Rettungen ein oder für den Lüfter oder?
  • Weiteres: Was machen wir den Eltern, die vorbeikommen und sich um ihre Kinder sorgen.

Die Leiterinnen der KiTa waren teilweise ebenfalls vor Ort und stellten Fragen oder konnten uns Fragen beantworten. Bei diesem Posten gab es auch Raum für Überlegungen und taktische Diskussionen.

Nach dem beide Gruppen bei beiden Objekten waren gab es im Magazin noch eine Schlussbesprechung und eine Wurst vom Grill.

Bericht: Sandra Baumgartner

Alarmübung zur Wurst & Brot-Übung

Alarmübung zur Wurst & Brot-Übung

Alarmübung zur Wurst & Brot-Übung

Für die diesjährige traditionelle Wurst & Brot-Übung hat sich die Übungsleitung etwas Spezielles einfallen lassen. Die Übung steht jeweils im Zentrum von Lernen und Spass und was passt da besser als eine Einsatzübung. Doch um das Gelernte noch effektiver überprüfen zu können, entschied sich die Übungsleitung das Ganze in eine Alarmübung zupacken.

Bereits vorgängig fanden diverse Gespräche mit der Eigentümerschaft der Liegenschaft statt. Es wurde das Szenario geplant und am Ablauf gefeilt. Am Freitag dem offiziellen Übungsabend war es dann so weit und die Übungsleitung traf sich für die letzten Vorbereitungen: Figuranten mussten platziert, das «brennende» Fahrzeug in Position gebracht und die Einstellhalle mit «Disco»-Rauch gefüllt werden.

Die übrigen Feuerwehrangehörigen waren entweder auf dem Heimweg von der Arbeit oder schongemütlich zu Hause oder bei der Familie. Sie waren bereit um 19:30 Uhr normal zur Übung im Magazin zu erscheinen. Doch bis dahin war noch Zeit für anderes.

«19.06.2026 18:45 Uhr; Alarmübung, Alarmübung, Fassbindstrasse 4, Rheinfelden, Fahrzeugbrand in Einstellhalle»

Und es kommt doch anders als man denkt. Denn um 18:45 Uhr klingeln bei allen die Handys. Die Alarmübung kommt, wie es der Name schon sagt, überraschend und alarmmässig. Aufgrund der Textmeldung lässt sich jedoch schon erahnen, dass es zum Glück nur eine gestellte Situation ist. Trotzdem heisst es alles stehen und liegenlassen und rein in die Klamotten.

Der Einsatzleiter traf bereits 12 Minuten später am Einsatzort ein. Schnell stellte er fest, dass er ohne Atemschutz nicht weit kommt. Rauch kommt aus der Einstellhalle, eine Sicht ist unmöglich. Ein erster Atemschutztrupp wird also direkt mit dem VB Front losgeschickt. Es stellt sich heraus, dass in der Mitte der Einstellhalle ein Elektrofahrzeug an der Ladestation in Flammen steht und die Einstellhalle voller Rauch ist. Erschwerend kam hinzu, dass praktische keine Funkverbindung zwischen dem Einsatzleiter und dem Atemschutz hergestellt werden konnte. Eine Relais-Station musste her.

Zwischenzeitlich hatte sich der Verkehr eingerichtet und den Linienbus umgeleitet. Nacheinander trafen weitere Fahrzeuge mit Personal und Material ein. Der Einsatzleiter konnte weitere Mittel zur Brandbekämpfung in die Einstellhalle schicken. Rettpuppen, welche als Figuranten platziert wurden, wurden gefunden und an die Sanität übergeben.

Zwischenzeitlich hatte sich der Rauch auf das Wohngebäude ausgebreitet und blockierte die Treppenhäuser. Plötzlich musste sich der Einsatzleiter noch um weitere Rettungen aus den oberen Stockwerken kümmern. In der Fassbindstrasse 8 konnte die Rettung aus dem 3. OG direkt mit einer Schiebeleiter ausgeführt werden. Aufgrund von Personalmangel musste der Gruppenführer diese Situation (Leiternstellung, Rettung des Patienten) als 3er Delegation ausführen, was souverän gelöst wurde.

Die beiden anderen betroffenen Wohnungen befanden sich jeweils im 5. OG. Diese beiden Rettungen wurden der Autodrehleiter zugewiesen. Bei der Fassbindstrasse 12 konnte die Drehleiter problemlos rückwärts vor dem Hauseingang in Stellung gebracht werden, um die Personen zu retten. An der Fassbindstrasse 14, war es aufgrund der 2. Einstellhallen Zufahrt, den vielen Absätzen und Schwelle und der Bäume nur möglich direkt von der Strasse aus und seitlich eine Rettung auszuführen. Dies war jedoch für das ADL-Team wiederum kein Problem. Während der Ausführung der Rettung musste jedoch das Lüfterteam mit dem MGV 125 zuwarten, da der Eingang zur Einstellhalle durch die ADL blockiert war. Nach Abschluss der Rettung konnte der Grosslüfter in Stellung gebracht werden.

Aufgrund der grossen Hitze an diesem Tag setzte der Einsatzleiter bewusst einen VB Sicherheit ein, welcher sich immer wieder um die Gesundheit der Feuerwehrleute bemühte (Wasser organisierte, etc). Pünktlich zum Einsatzbeginn setzte jedoch auch Regen ein, was es zwar Temperaturmässig angenehmer machte, doch waren wir dann alle von innen und von aussen nass.

Nach der erfolgreichen Rettung des letzten Figuranten, fand die Übung ihr Ende. Nach der Schlussbesprechung wurde alles retabliert und auf die Autos gepackt. Danach erhielten wir von der Eigentümerschaft der Immobilie einen Apéro vor Ort offeriert.

Besten Dank an dieser Stelle an die FR Immobilien AG, dass wir in Ihrer Liegenschaft an der Fassbindstrasse die Möglichkeit erhalten haben, diese Übung durchzuführen!

Zurück im Magazin stand noch das Highlight der «Sommerschlussübung» an: Die Taufe der Neueingeteilten und Aufnahme in die «grosse» Feuerwehr. Dazu musste jede/r Neue einzeln durch den Wasserstrahl vom Hydroschild gehen und wurde mit grossem Applaus der Mannschaft begrüsst.

Danach ging es über zum gemütlichen Teil von Wurst & Brot (bzw. «Grill & Salat»). Das Verpflegungsteam hatte wieder ein Buffet auf die Beine gestellt.

Danke allen, die an dieser Übung teilgenommen haben und trotz der Hitze alles gegeben haben!

Bericht: Sandra Baumgartner

Das erlernte des vergangenen Jahres anwenden – Die letzte Neueingeteiltenübung

Das erlernte des vergangenen Jahres anwenden – Die letzte Neueingeteiltenübung

Das erlernte des vergangenen Jahres anwenden – Die letzte Neueingeteiltenübung

Anfang Januar starteten unsere Neueingeteilten mit dem Einkleiden, der ersten gemeinsamen Übung und dem Einführungskurs für Neueingeteilte.
Danach folgten diverse Übungen, bei welchen sie die Handgriffe vertiefen konnten und weiteres Wissen für das Feuerwehrhandwerk aneignen konnten.

Der Abschluss bilden die beiden Einsatzübungen, bei welcher es gilt die zwei Szenarien zu bewältigen.
Das spezielle daran, das Antreten erfolgt in Zivil und nach der Begrüssung wird die Alarmmeldung bekannt gegeben. 

Brand-Mittel, in Rheinfelden, Flossländeweg 14-16

Beim Eintreffen vor Ort, kam einem Rauch aus dem Gebäude entgegen und zwei Personen machten sich lautstark am Fenster bemerkbar. So wurde eine erste Gruppe mit den Rettungen über die Schiebeleiter beauftragt, während zwei weitere Gruppen diverse Leitungen erstellten um den Brandherd hinter dem Haus zu bekämpfen. Als die Personen gerettet waren und das Feuer gelöscht war, konnte das Gebäude mittels eines Akkulüfters rauchfrei gemacht werden.

Der zweite Einsatz lautete

Technische Hilfeleistung, in Rheinfelden, Riburgerstrasse 8

Beim Eintreffen des Einsatzleiters stellte sich heraus, dass zwei Fässer aus einem Fahrzeug herausgefallen war und eine Flüssigkeit auslief. Vorsorglich wurde ein dreifacher Brandschutz erstellt und eine Zone gebildet.
Der Chauffeur konnte leider keine weiteren Auskünfte erteilen, da ihm nicht gesagt wurde, was er eigentlich transportiert. Bei der weiteren Abklärung kam heraus, dass es sich um Dieselkraftstoff oder Heizöl handeln musste, gemäss der UN-Nummer auf den Fässern. Als alles bereit stand wurde beim Zonenausgang noch eine Dekontaminationsstelle aufgebaut um eine Grobdeko durchzuführen, für jene welche die Zone verlassen.

Nach diesen beiden Einsätzen ging es ans retablieren und zum gemeinschaftlichen Essen.
Was man feststellen kann, ist das in kurzen Zeit Freundschaften gebildet wurden, welche sicherlich auch ausserhalb des Feuerwehrmagazins bestand haben dürften.

Vielen Dank den Ausbildnern und Übungsleitung für das Engagement zur Ausbildung neuer Feuerwehrleute.  

Atemschutzübung im Malzturm

Atemschutzübung im Malzturm

Atemschutzübung im Malzturm

Die Verantwortlichen vom Atemschutz haben sich für den vergangenen Donnerstag etwas ganz besonderes ausgedacht.
Als Thema standen folgende Punkte auf dem Programm: Einsätze in Hochhäusern, Lüften von Keller und die Instruktion des Feuerwehrlift.

Nach der Begrüssung und der Verschiebung zum Malzturm im Salempark, ging es auch direkt los: Brand im achten Stockwerk, aufgrund eines Stromausfalls kann der Feuerwehrlift, welcher sich in diesem Gebäude befindet nicht benutzt werden.
So durften die Schläuche hochgetragen werden und unter Druck genommen werden. Es dauerte alles ein bisschen lang, bis wir soweit waren, zum Teil lag es auch daran, dass gewissen noch den Tower Run in den Beinen spürten, dass die Handgriffe eher träge ausgeführt wurden oder gar nicht erst sassen. Es gibt Tage, da muss man nichts schön reden, so einer war dieser Donnerstag.

Das Lüften der Keller funktionierte hingegen ohne Probleme und dauerte lediglich seine Zeit, bis die riesigen Räumlichkeiten wieder rauchfrei waren.

Der gemütlichste Teil war sicher die Instruktion des Feuerwehrliftes, wobei das spannendste nicht geübt, respektive gezeigt werden konnte: Der Ausstieg über die Notklappe, da sonst der Lift nicht mehr Einsatzfähig ist und ein Liftmonteur diesen wieder in Stand setzen muss. So konnten wir diverse Fahrten mit dem Lift machen und wurden eingewiesen wie die Steuerung funktioniert.

Besten Dank der Übungsleitung für die Organisation dieses Ausbildungsblocks.

PIO-Krimi oder wie eine Übung zur Schatzsuche wird

PIO-Krimi oder wie eine Übung zur Schatzsuche wird

PIO-Krimi oder wie eine Übung zur Schatzsuche wird

Die Übungsleitung hatte sich für diese Pioniers- (Strassenrettungs-) Übung etwas ganz Besonderes einfallen lassen und die Teilnehmer auf eine Schatzsuche geschickt. An drei Posten befand sich je ein stark demoliertes Auto. Die drei Gruppen starteten jeweils bei «ihrem» Auto mit der Aufgabe «Die verschlüsselte Beute». Nach dem Abschluss dieser Aufgabe, wechselten sie zum nächsten Fahrzeug und mussten dort mit den Vorarbeiten der vorherigen Gruppe die zweite Aufgabe «Das Patienten-Dilemma» bewältigen. Danach gab es wieder einen Wechsel zum nächsten Fahrzeug für die Schlussaufgabe «Die finale Barriere / Der Schatz». Wenn die vorherige Gruppe nicht sauber gearbeitet hatte, wurde es schwieriger oder es mussten zuerst noch Schritte der vorherigen Aufgabe abgeschlossen werden. Doch was genau war den überhaupt «passiert» und vor welchen Aufgaben standen die Gruppen?

Posten 1: «Die verschlüsselte Beute»
Einsatz-Status des Fahrzeuges: Das Fahrzeug ist beschädigt.
Übungs-Fokus: TÜREN ENTFERNEN
Story dazu:

«Kameraden willkommen bei eurem ersten Ermittlungserfolg! Ihr steht vor dem primären Fluchtfahrzeug der Täter. Die Polizei konnte die Flüchtigen im Wald sichten, aber sie haben hier im Auto eine unklare Ladung zurückgelassen. Alle Warnschilder wurden abgekratzt. Im Handschuhfach wurde jedoch ein Notizbuch mit mathematischen Hieroglyphen gesichert.

Euer erster Auftrag auf dieser Schatzsuche: Knackt den Code, um die ursprüngliche Gefahr zu erkennen. Erst wenn wir wissen, was die Täter geladen hatten, entscheiden wir über das taktische Vorgehen!»

Theorie-Aufgabe dazu:

  • Die Gefahrennummer (oben): Berechnet über den Satz des Pythagoras die obere Zahl (Wert a = 56cm, c= 65cm)
  • Die UN-Nummer (unten) Übersetzt das römische Frachtsiegel MCC in unser Zahlensystem und addiert die Anzahl der Ecken des eben berechneten geometrischen Objekts

Tragt die Nummern in die orangefarbene Warntafel ein und teilt dem Postenchef den Stoff mit.

  • Lösung: oben 33 / unten 1203 (Benzin)

«Code geknackt! Die Berechnung zeigt, dass die Täter ursprünglich Benzin transportiert haben. Eine erste Sichtkontrolle durch die Scheibe gibt jedoch Entwarnung: Die Behälter im Innern sind komplett leer, trocken und es besteht aktuell keine Gefahrgut-Gefahr. Wir können uns daher voll auf das mechanische Handwerk konzentrieren.

Um das Fahrzeug für die Spurensicherung komplett zugänglich zu machen, lautet euer Befehl: Schaffung einer Erst- und Versorgungsöffnung. Stabilisiert das Fahrzeug, betreibt sauberes Glasmanagement und entfernt mittels Spreizer und Schere die Fahrer- und Beifahrertüre sowie die B-Säule.»

  • Wechsel zum nächsten Fahrzeug

Posten 2: «Das Patienten-Dilemma»
Einsatz-Status des Fahrzeuges: Die Türen wurden bereits entfernt
Übungs-Fokus: DACH ENTFERNEN
Story dazu:

«Die Schatzsuche wird zur taktischen Rekonstruktion! Auf ihrer Flucht haben die Täter diesen unbeteiligten PW gerammt. Der verletzte Fahrer wurde zum Glück bereits vor unserem Eintreffen von Ersthelfern aus dem Wrack befreit und befindet sich im Spital.

Die Kantonspolizei benötigt nun unsere Amtshilfe: Für die Unfallanalyse und die Spurensicherung im Innenraum müssen wir das Fahrzeug so öffnen, als wäre der Patient noch schwer verletzt darin gefangen. Bevor die Rettungsschere angesetzt werden darf, müsst ihr dem Postenchef beweisen, dass ihr die Rettungsphilosophie für den Ernstfall im Schlaf beherrscht!»

Theorie-Aufgabe dazu:

  • Welche standardisierten Rettungsreihenfolge (Phasen) befolgen wir bei der Hilfeleistung?
    • Lösung: 1. Erkundung 360°/rundum, 2. Sicherung, 3. Stabilisierung, 4. Betreuungsöffnung, 5. Rettungsöffnung, 6. Rettung
  • Wer bestimmt an der Schadenstelle, wie schnell (Crash-Rettung vs. Schonende Rettung) ein Patient gerettet wird und wer bestimmt das Wie?
    • Lösung: Der Rettungsdienst (Sanität/Notarzt) bestimmt das Wann (Dringlichkeit), die Feuerwehr bestimmt das Wie (Technik/Geräte).

Erstellt einen Flipchart und beantwortet dem Postenchef gemeinsam diese zwei essenziellen Fragen.

«Die Theorie steht. Angenommen, die Sanität hätte eine schonende Rettung über die Achse gefordert, lautet euer praktischer Befehl: grosse Rettungsöffnung nach oben / Dachmanagement.

Legt die Säulenverkleidungen frei, um die Airbag-Gaspatronen zu lokalisieren und zu sichern. Setzt danach die Schnitte an den A-, B- und C-Säulen so, dass das Dach kontrolliert umgeklappt oder komplett abgenommen werden kann.»

  • Wechsel zum nächsten Fahrzeug

Posten 3: «Die finale Barriere» + «Der Schatz»
Einsatz-Status des Fahrzeuges: Türen und Dach sind bereits entfernt
Übungs-Fokus: RAUM SCHAFFEN (Rettungszylinder)
Story dazu:

«Ihr habt das Finale der Schatzsuche an diesem Fahrzeug erreicht! Die Insassen sind in Sicherheit, aber die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren. Das Problem: Die Täter haben die geraubte Beute – einen wertvollen Schatz aus alten Münzen – tief im völlig deformierten Fussraum unter dem Armaturenbrett versteckt! Durch den heftigen Aufprall hat sich das Blech massiv verschoben und blockiert den Zugriff.

Das Fahrzeug steht instabil und im Innenraum wurden noch nicht ausgelöste Sicherheitssysteme gesichtet. Um gefahrlos im Fussraum arbeiten zu können, müsst ihr jetzt die goldenen Standard-Einsatzregeln aktivieren. Zeigt, dass ihr die Einsatzstelle absolut im Griff habt!»

Theorie-Aufgabe:

  • Die AUTO-Regel: Wofür stehen die Buchstaben beim Eintreffen am Unfallort?
    • Lösung: Austretende Betriebsstoffe, Unterboden und Motor- und Kofferraum erkunden, Tankdeckel öffnen, Oberflächen absuchen
  • Die AIRBAG-Regel: Welche Massnahmen müssen zum Eigenschutz zwingend eingehalten werden?
    • Lösung: Abstand halten (30-60-90 Regel), Innenraum erkunden, Rettungskräfte warnen, Batterie abklemmen (wenn nötig), Abnehmen der Innenverkleidung (Airbagscanning), Gefahr an den Airbag-Komponenten
  • Was gehört alles zu einer vorschriftsmässig gesicherten Einsatzstelle?
    • Lösung: Stabilisierung des PW gegen Eigenbewegung (Unterbaumaterial) und Erstellung des Brandschutzes. Hinweis: Genauer Beschrieb ist auf Seite 13 im Behelf gut Beschrieben. Die Tätigkeit ist ein «laufender Prozess».

«Sicherung steht, der Brandschutz ist bereit. Jetzt gilt es ernst: Befreiungsöffnung durch Raumschaffung. Setzt die notwendigen Entlastungsschnitte im Bereich der Radkästen und der vorderen A-Säulen-Basis. Setzt den Schwelleraufsatz und den hydraulischen Rettungszylinder an. Drückt den kompletten Vorderwagen koordiniert nach vorne weg.

Euer Sonderauftrag: Sobald der Fussraum weit genug aufgedrückt ist, sucht den Bereich akribisch ab und bergt die versteckten Münzen! Bewahrt sie gut auf – am Ende der Übung können diese Münzen bei der Übungsleitung direkt in kühle Getränke eingelöst werden!»

ENDE

Alle Gruppen waren erfolgreich und konnten die vermissten Münzen wieder finden und sich am Ende so ein kühles Getränk sichern. Es waren eine sehr abwechslungsreiche Übung und jeder konnte die verschiedenen Geräte ausprobieren oder Funktionen übernehmen. Die gegenseitige Unterstützung in den Gruppen und der Wissensaustausch waren sehr gross.

Danke der Übungsleitung für diese spannende Übung! 

Bericht: Sandra Baumgartner

Nach 13 Jahren wieder 542 Stufen hoch

Nach 13 Jahren wieder 542 Stufen hoch

Nach 13 Jahren wieder 542 Stufen hoch

Was vor 13 Jahren endete, fand am Samstag wieder seinen Anfang. Motivierter als je zuvor machten wir uns auf den Weg. Das Ziel: Tower Run auf dem Messeplatz in Basel.

Bevor es jedoch losgehen konnte, musste der Mannschaftstransporter mit den Atemschutzgeräten und der Brandschutzausrüstung der Teilnehmer beladen werden. Pünktlich um 13:30 Uhr fuhren wir los.

Um 14:33 Uhr und um 14:35 Uhr waren unsere Startblöcke. Das erste Team erreichte nach rund 11 Minuten das Ziel, und auch der Letzte des Teams war in der Bar Rouge vom Messeturm nach 542 Treppenstufen im 31. Stock angekommen.
Das zweite Team hatte weniger Glück: Zum einen fehlte ein Teammitglied, da es sich noch im Einsatz befand, zum anderen musste ein weiteres Mitglied das Rennen im 15. Stock abbrechen. Da wir als Vierer-Team angemeldet waren und die schnellsten drei gewertet werden, reichte die Teamgrösse für eine Wertung nicht mehr aus.

Nach dem Abstieg und einer Dusche ging es dann auch schon wieder retour nach Rheinfelden.
Als Belohnung gönnten wir uns unterwegs etwas im Gasthaus «Zur Goldenen Möwe», sodass wir gestärkt das Material retablieren konnten.