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Einsatzübung der Feuerwehren Möhlin und Rheinfelden

Einsatzübung der Feuerwehren Möhlin und Rheinfelden

Einsatzübung der Feuerwehren Möhlin und Rheinfelden

Geplant war 19 Uhr. Losgegangen ist es um halb acht. Irgendwo zwischen Möhlin und Rheinfelden war beim Absprechen eine Info hängen geblieben, und so standen wir eine halbe Stunde zu früh da. Schlimm war das nicht. Wir konnten uns in Ruhe auf die Übung einstellen.

Nach der Begrüssung kam die Alarmmeldung für die Einsatzleiterin und die Mannschaft:

25.09.2026, 19:30 Uhr, Rheinfelden, Brand mittel, Industrie Ost, Chleigrütstrasse 11

Viele waren wir an diesem Abend nicht. Die Einsatzleiterin traf ein, schaute sich die Lage an und erhöhte auf Brand gross. Für uns hiess das: Alles, was im Magazin steht, fährt aus. Auch der Atemschutzbus, obwohl unser ganzer Atemschutz aus zwei Trupps à zwei Leute bestand.

Dann warten. Das letzte Fahrzeug stand schon im Warteraum, von Möhlin war aber noch nichts zu sehen. Gerade ihre Atemschutzleute brauchten wir dringend. In der Halle sollten sieben oder mehr Personen vermisst sein, und die Halle war bis unters Dach voller Rauch. Mit zwei Trupps kommt man da nicht weit. Als Möhlin endlich auf Platz war, kamen wir auf mehr als nur unsere 38 AdF.

Nach rund einer Stunde war das Feuer gelöscht und der Rauch aus der Halle raus.

Zuerst gab es etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Danach hiess es Material zusammenräumen, zurück ins Magazin und putzen, bis alles wieder einsatzbereit ist.

Ein grosses Dankeschön an die Firma Waser. Sie hat uns ihr Gelände überlassen und die Getränke offeriert.

Pio-Probe im Verbund mit Verkehr und Sanität

Pio-Probe im Verbund mit Verkehr und Sanität

Pio-Probe im Verbund mit Verkehr und Sanität

Auf der Höhe der HPS stand ein Traktor mit Anhänger, der aus unerklärlichen Gründen in ein Auto gefahren war. Im Auto sassen zwei Personen, beide eingeklemmt. Ein paar Meter weiter stand ein zweites Auto. Vom Anhänger waren Strohballen heruntergefallen, einige lagen auf dem Dach, andere direkt daneben. Auch dort kamen die Insassen nicht mehr selbst heraus.

Das war die Ausgangslage für unsere Pio-Probe. Dieses Mal waren Sanität und Verkehr von Anfang an mit dabei.

Zwei Unfallfahrzeuge an einem Ort bedeuten zuerst einmal: Man kann nicht alles gleichzeitig machen. Der Gruppenführer der Pio musste früh entscheiden, wo er seine Leute einsetzt und womit er beginnt. Den Ablauf einer Rettung kennt jeder Gruppenführer. Geübt wurde, was passiert, wenn der erste Weg nicht klappt. Beim zweiten Auto lagen zum Beispiel Strohballen auf dem Dach und neben der Tür. Wer dort schneiden oder spreizen will, muss zuerst die Ballen wegbringen. Geht das nicht schnell genug, braucht es einen anderen Weg zum Patienten, etwa über die Heckklappe. Genau solche Alternativen sollte der Gruppenführer schon im Kopf haben, bevor der Spreizer angesetzt wird.

Für die Leute in der Gruppe ging es um ihre Position. Wer das Materialdepot übernommen hat, legt die Schere bereit, bevor jemand danach ruft. Wer für die Stabilisierung zuständig ist, sichert den Traktor und das Auto so, dass sich beim Schneiden nichts mehr bewegt. Das ist bei einem Traktor mit Anhänger eine ganz andere Sache als bei zwei Personenwagen.

Die Sanität ist am nächsten beim Patienten. Sie merkt als Erste, wenn es ihm schlechter geht. Deshalb muss sie mit der Pio laufend reden. Ein wichtiger Punkt war der Unterschied zwischen Betreuungsöffnung und Rettungsöffnung. Die Betreuungsöffnung ist der Weg hinein zum Patienten. Oft reicht es, eine hintere Seitenscheibe einzuschlagen, damit sich ein Sanitäter auf den Rücksitz setzen und den Kopf halten kann. Die Rettungsöffnung ist der Weg hinaus. Manchmal muss dafür das ganze Dach weg, damit der Patient auf dem Spineboard gerade nach hinten gezogen werden kann. Wo welche Öffnung am meisten Sinn macht, hängt vom Fahrzeug ab. Das haben wir direkt an den Autos angeschaut.

Der Verkehrszug hat die Unfallstelle gesichert und den Verkehr darum herumgeleitet. Ohne das kann an den Autos niemand in Ruhe arbeiten. Wichtig ist aber auch der Blick auf die Umgebung. Auf dieser Strasse fahren regelmässig Lastwagen zur Feldschlösschen-Brauerei. Ein Sattelschlepper kann nicht einfach wenden, wenn er vor einer Absperrung steht. Er braucht eine Umleitung, die für ihn auch wirklich fahrbar ist. Daran muss der Verkehrszug denken, bevor der erste Pylon steht, und nicht erst, wenn der Lastwagen schon wartet.

Besten Dank der Übungsleitung für die spannende Übung.

Entschlussfassungsübung „ingurgitatio“

Entschlussfassungsübung „ingurgitatio“

Entschlussfassungsübung „ingurgitatio“

Eine noch so gute Planung kann nicht verhindern, dass etwas dazwischenkommt. Dann gilt es, rasch zu adaptieren. So geschehen an der Entschlussfassungsübung: Bereits am Mittag kam ein Alarm, der länger dauern sollte.

Da ich auch die Kaderübungen leite und nun im Einsatz war, wurde es schwierig, an zwei Orten gleichzeitig zu sein. Am Einsatzort fuhr ein anderer Offizier durch, den ich direkt fragte, ob er a) an die Übung kommt und b) meinen Stellvertreter an diesem Abend unterstützen könnte.

Mit den Informationen, die im Aufgebot enthalten waren, sei er gut gerüstet, sagte er. Was er nicht wusste: Wir hatten uns für diesen Abend eine etwas speziellere Übung ausgedacht. Kurz vor Übungsstart erhielt ich einen Anruf von dem Offizier, den ich gefragt hatte. Er meinte nur, das sei eine grossartige Idee, er hätte sich etwas anderes zusammengestellt. Auch hier musste adaptiert werden.

Was haben wir nun für diese Übung ausgeheckt? Vorrangig haben wir 8 kg Fondue organisiert. Zum Start der Übung durfte sich das Kader in drei Gruppen aufteilen. Auf einem Flipchart sollten sie alles Wichtige zu den Themen «Stabsarbeit», «Schadenplatzorganisation» und «Erkunden» aufschreiben und den anderen Gruppen präsentieren.

Nach dieser kurzen Übung ging es an die Einsatzübung «ingurgitatio», oder wie sie vom Einsatzleiter benannt wurde: «Operation: Käsesuppe». Da nur das Fondue vorhanden war, musste alles andere organisiert werden. Dazu mussten eine Lagekarte, ein Journal und eine Mitteltabelle geführt werden. Dies geht am besten mit dem Formular «Erste Führung». Von Seiten der Übungsleitung wurde dem Einsatzleiter ein OAABS mitgegeben:

Orientierung: Im Kühlschrank hat es 8 kg Fondue, das zubereitet werden muss und bis um 22:00 Uhr verzehrt sein will.

Absicht: Das Fondue soll ab 20:30 Uhr zubereitet werden und bis 22:00 Uhr verzehrbereit sein.

Auftrag: Organisiere als EL mit dem beigefügten Geld den Einkauf der fehlenden Zutaten/Mittel und stelle sicher, dass ab 20:30 Uhr mit der Zubereitung begonnen werden kann.

Besonderes: Es muss das Formular «Erste Führung» geführt werden, wie auch eine Lagekarte, und es sind VB-Chargen zu bestimmen.

Standort: Magazin

Am Einsatzort hörte ich immer wieder, was gerade organisiert wurde, und konnte mich schon darauf freuen, dass wir im Magazin sicherlich verpflegt werden.

Jene, die an diesem Abend anwesend waren, konnten sicherlich das eine oder andere mitnehmen, und gemundet hat das Fondue am Ende auch noch: Win-win-Situation.

Atemschutz Einsatzübung mit Möhlin

Atemschutz Einsatzübung mit Möhlin

Atemschutz Einsatzübung mit Möhlin

Am Donnerstag trafen sich die Atemschutzgeräteträger zur Einsatzübung, welche in Möhlin stattfand.

Da wir in Möhlin waren, war auch die Feuerwehr Möhlin zuerst vor Ort, und wir waren zur Unterstützung des Atemschutzes da. Die Unterstützung war notwendig, denn es gab insgesamt 11 Rettungen durchzuführen und den Brand zu bekämpfen, welcher im Untergeschoss bei einem Schaltschrank wütete.

Nach der Rückmeldung, dass der Strom aus ist, konnte mit den Löscharbeiten begonnen werden. Nach kurzer Intervention war der Brand gelöscht, und es konnte eine Brandwache vor dem Raum gestellt werden. In der Zwischenzeit wurden die Rettungen ausgeführt und ein Konzept zum Entlüften erstellt.

Als dann alle Personen aus dem Gefahrenbereich waren und die Räumlichkeit gelüftet war, gab es noch einen kleinen Imbiss, offeriert von der Feuerwehr Möhlin.

Besten Dank der Übungsleitung für diese Atemschutzübung.

Gesamtfeuerwehrübung im ZAZ in Eiken

Gesamtfeuerwehrübung im ZAZ in Eiken

Gesamtfeuerwehrübung im ZAZ in Eiken

Die diesjährige Gesamtfeuerwehrübung führte uns wieder einmal ins ZAZ nach Eiken. Auf dem Programm standen die Leiterausbildung sowie der dreifache Brandschutz und der Löschangriff.

Aufgrund der vom Kanton Aargau ausgerufenen Gefahrenstufe 5 konnte beim Brandbecken kein Feuer entfacht werden. Der Fokus lag deshalb auf dem Umgang mit Schaum.

Nach der ersten Hälfte der Übung gab es eine kleine Stärkung von unserem Verpflegungsoffizier, bevor es in die zweite Runde ging.

Beim erneuten Aufbau des dreifachen Brandschutzes kam es zu einem heftigen Schlauchplatzer. Dabei wurde der Maschinist getroffen und blieb benommen liegen. Unsere Sanitäter kümmerten sich sofort um ihn, zusätzlich wurde vorsorglich der Rettungsdienst alarmiert.
Zwei weitere Angehörige bekamen Erde in die Augen, weshalb auch hier Erste Hilfe geleistet werden musste.

Die Übungsleitung entschied daraufhin, die Übung abzubrechen und nach Rheinfelden zu verlegen.

Der Maschinist wurde zur weiteren Abklärung ins Spital Rheinfelden gebracht. Nach dem Retablieren kam die Rückmeldung vom Kommandanten: Ihm geht es gut, er bleibt vorsichtshalber über Nacht zur Kontrolle im Spital.

Basel tickt anders

Basel tickt anders

Basel tickt anders

Im Vorfeld wurden die AdFVZ angefragt, welche Kreuzung in Basel sie einmal gerne winken würden. Und so kam es, dass wir am letzten Samstag mit zwei Fahrzeugen uns in Richtung Basel aufmachten. Das erste Kreuzung befand sich im Neubad-Quartier, nebst den Autos, LKWs, Buse und Fussgänger kamen für uns noch die Trams hinzu.

Da wir relativ früh unterwegs waren, war an der ersten Kreuzung das Verkehrsaufkommen, eher gering. Perfekt um einzusteigen und sich mit den neuen Gegebenheiten vertraut zu machen. Da das Tram einen straffen Fahrplan hat, war darauf ein besonderes Augenmerk zu legen. Hilfreich war auch, dass alle vom Verkehrszug geschaut haben, was vorne und hinten los ist und dementsprechend zugerufen wurde, wenn man etwas übersehen hat. Je später es wurde, um so stärker wurde der Verkehr.

Der Verkehrs war dann auch Thema bei der zweiten Kreuzung an der Burgfelderstrasse, vor allem die Ungeduld und Ignoranz war zwar auch bei der ersten Kreuzung geben, aber nicht in dem Ausmass. Es wurde gehupt, gefahren und diskutiert. Ob es an der Hitze lag oder weil der Verkehrsteilnehmer schlicht nicht weiss, was die Handzeichen bedeuten, lässt sich nur schwer erahnen. Auf der Kreuzung wurde es zum Teil auch mal lauter.

Mit einer Erfahrung reicher, konnten wir um die Mittagszeit abtreten.

Besten Dank der Übungsleitung für die Organisation dieses Vormittages.