Übung der Offiziers- und Stabsgruppe in der Reha Rheinfelden
Am Mittwochabend traf sich die Offiziers- und Stabsgruppe zur vorgesehenen Übung. Nach der kurzen Begrüssung im Magazin verschoben wir mit zwei Fahrzeugen in die Reha Rheinfelden. Dort führte uns der Sicherheitsbeauftragte durch das weitläufige Untergeschoss. Die Grösse und die vielen Verzweigungen des Kellers waren beeindruckend; ohne Ortsplan könnte man sich rasch verirren. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die zahlreichen Notausgänge jederzeit eine schnelle Rückkehr an die Oberfläche ermöglichen. Für uns war dieser Rundgang eine wertvolle Gelegenheit, die baulichen Gegebenheiten, Fluchtwege und technischen Anlagen besser kennenzulernen.
Im Anschluss an die Begehung wurden vier Gruppen gebildet. Jede Gruppe erhielt den Auftrag, ein realistisches Szenario im Gebäude zu entwickeln, welches später von einer anderen Gruppe ausgearbeitet werden musste. Unsere Gruppe entschied sich für die Wäscherei. Da sich in der Dossieranlage ein Kanister mit Wasserstoffperoxid bzw. Peressigsäure befand, lag die Idee eines Chemieereignisses nahe. Das Szenario wurde rasch ausgesteckt und die Lösungsansätze wurden von einem Mitglied des Stabs direkt auf einem Flipchart festgehalten.
Eine andere Gruppe hat für uns ein Szenario ausgesteckt, welches wir bearbeiten durfte. Es erwartete uns ein Staplerbrand mit starker Rauchentwicklung sowie zwei zu rettende Personen. Nach einer kurzen Besprechung erstellten wir eine Lagekarte und diskutierten die taktische Vorgehensweise für die Personenrettung, Brandbekämpfung und Entrauchung. Beim nächsten Posten fanden wir in der Lüftungszentrale ein Feuer im Monoblock vor. Hier standen die Gefährdungsbeurteilung, der Personen im Raum, welche sich über uns befanden. Denn das entrauchen, ist bei solch einem Objekt nicht ganz ohne. Ein weiterer Posten befand sich in der Technik des Schwimmbads. Auch hier galt es, eine Rettung durchzuführen, den Brand zu bekämpfen und den Raum zu entrauchen. Die zuvor entwickelten Szenarien der Gruppen lieferten zusätzliche Denkanstösse und zeigten, wie vielseitig die Lagebilder in einem solch grossen Gebäudekomplex sein können.
Zum Abschluss kehrten wir ins Magazin zurück, wo die Schlussbesprechung stattfand. Dabei wurde nochmals betont, wie wichtig eine frühzeitige Nachalarmierung sein kann. Gerade bei Grossobjekten wie der Reha ist es im Ernstfall entscheidend, lieber eine Gruppe mehr aufzubieten als zu wenig.
Der Kommandant richtete am Schluss noch ein besonderes Dankeschön an die Mannschaft, die kürzlich mit der Drehleiter zur Unterstützung der Kollegen aus badisch Rheinfelden ausgerückt war, ein schönes Zeichen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Besten Dank der Übungsleitung für die Vorbereitung und Durchführung.


