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Alarmübung zur Wurst & Brot-Übung

Für die diesjährige traditionelle Wurst & Brot-Übung hat sich die Übungsleitung etwas Spezielles einfallen lassen. Die Übung steht jeweils im Zentrum von Lernen und Spass und was passt da besser als eine Einsatzübung. Doch um das Gelernte noch effektiver überprüfen zu können, entschied sich die Übungsleitung das Ganze in eine Alarmübung zupacken.

Bereits vorgängig fanden diverse Gespräche mit der Eigentümerschaft der Liegenschaft statt. Es wurde das Szenario geplant und am Ablauf gefeilt. Am Freitag dem offiziellen Übungsabend war es dann so weit und die Übungsleitung traf sich für die letzten Vorbereitungen: Figuranten mussten platziert, das «brennende» Fahrzeug in Position gebracht und die Einstellhalle mit «Disco»-Rauch gefüllt werden.

Die übrigen Feuerwehrangehörigen waren entweder auf dem Heimweg von der Arbeit oder schongemütlich zu Hause oder bei der Familie. Sie waren bereit um 19:30 Uhr normal zur Übung im Magazin zu erscheinen. Doch bis dahin war noch Zeit für anderes.

«19.06.2026 18:45 Uhr; Alarmübung, Alarmübung, Fassbindstrasse 4, Rheinfelden, Fahrzeugbrand in Einstellhalle»

Und es kommt doch anders als man denkt. Denn um 18:45 Uhr klingeln bei allen die Handys. Die Alarmübung kommt, wie es der Name schon sagt, überraschend und alarmmässig. Aufgrund der Textmeldung lässt sich jedoch schon erahnen, dass es zum Glück nur eine gestellte Situation ist. Trotzdem heisst es alles stehen und liegenlassen und rein in die Klamotten.

Der Einsatzleiter traf bereits 12 Minuten später am Einsatzort ein. Schnell stellte er fest, dass er ohne Atemschutz nicht weit kommt. Rauch kommt aus der Einstellhalle, eine Sicht ist unmöglich. Ein erster Atemschutztrupp wird also direkt mit dem VB Front losgeschickt. Es stellt sich heraus, dass in der Mitte der Einstellhalle ein Elektrofahrzeug an der Ladestation in Flammen steht und die Einstellhalle voller Rauch ist. Erschwerend kam hinzu, dass praktische keine Funkverbindung zwischen dem Einsatzleiter und dem Atemschutz hergestellt werden konnte. Eine Relais-Station musste her.

Zwischenzeitlich hatte sich der Verkehr eingerichtet und den Linienbus umgeleitet. Nacheinander trafen weitere Fahrzeuge mit Personal und Material ein. Der Einsatzleiter konnte weitere Mittel zur Brandbekämpfung in die Einstellhalle schicken. Rettpuppen, welche als Figuranten platziert wurden, wurden gefunden und an die Sanität übergeben.

Zwischenzeitlich hatte sich der Rauch auf das Wohngebäude ausgebreitet und blockierte die Treppenhäuser. Plötzlich musste sich der Einsatzleiter noch um weitere Rettungen aus den oberen Stockwerken kümmern. In der Fassbindstrasse 8 konnte die Rettung aus dem 3. OG direkt mit einer Schiebeleiter ausgeführt werden. Aufgrund von Personalmangel musste der Gruppenführer diese Situation (Leiternstellung, Rettung des Patienten) als 3er Delegation ausführen, was souverän gelöst wurde.

Die beiden anderen betroffenen Wohnungen befanden sich jeweils im 5. OG. Diese beiden Rettungen wurden der Autodrehleiter zugewiesen. Bei der Fassbindstrasse 12 konnte die Drehleiter problemlos rückwärts vor dem Hauseingang in Stellung gebracht werden, um die Personen zu retten. An der Fassbindstrasse 14, war es aufgrund der 2. Einstellhallen Zufahrt, den vielen Absätzen und Schwelle und der Bäume nur möglich direkt von der Strasse aus und seitlich eine Rettung auszuführen. Dies war jedoch für das ADL-Team wiederum kein Problem. Während der Ausführung der Rettung musste jedoch das Lüfterteam mit dem MGV 125 zuwarten, da der Eingang zur Einstellhalle durch die ADL blockiert war. Nach Abschluss der Rettung konnte der Grosslüfter in Stellung gebracht werden.

Aufgrund der grossen Hitze an diesem Tag setzte der Einsatzleiter bewusst einen VB Sicherheit ein, welcher sich immer wieder um die Gesundheit der Feuerwehrleute bemühte (Wasser organisierte, etc). Pünktlich zum Einsatzbeginn setzte jedoch auch Regen ein, was es zwar Temperaturmässig angenehmer machte, doch waren wir dann alle von innen und von aussen nass.

Nach der erfolgreichen Rettung des letzten Figuranten, fand die Übung ihr Ende. Nach der Schlussbesprechung wurde alles retabliert und auf die Autos gepackt. Danach erhielten wir von der Eigentümerschaft der Immobilie einen Apéro vor Ort offeriert.

Besten Dank an dieser Stelle an die FR Immobilien AG, dass wir in Ihrer Liegenschaft an der Fassbindstrasse die Möglichkeit erhalten haben, diese Übung durchzuführen!

Zurück im Magazin stand noch das Highlight der «Sommerschlussübung» an: Die Taufe der Neueingeteilten und Aufnahme in die «grosse» Feuerwehr. Dazu musste jede/r Neue einzeln durch den Wasserstrahl vom Hydroschild gehen und wurde mit grossem Applaus der Mannschaft begrüsst.

Danach ging es über zum gemütlichen Teil von Wurst & Brot (bzw. «Grill & Salat»). Das Verpflegungsteam hatte wieder ein Buffet auf die Beine gestellt.

Danke allen, die an dieser Übung teilgenommen haben und trotz der Hitze alles gegeben haben!

Bericht: Sandra Baumgartner