Ran an’s Feuer
Ran an’s Feuer
Der Name Feuerwehr beinhaltet eigentlich nur eine der vielen Aufgaben einer Feuerwehr. Wir wehren das Feuer ab, dass heisst wir stoppen die Ausweitung des Schadens, halten z.B. Gebäudeteile und löschen das Feuer. Dann sind da noch viele andere Aufgaben, die geübt werden müssen.
Das umgehen mit dem Feuer muss 1:1 geübt sein, damit jede/r sich in der Gefahrenzone richtig verhält, aber auch die Verhaltensweisen zum Eigenschutz kennt. Das geht nur auf einer Übungsanlage. Zu diesem Zweck ist die eine Hälfte der Feuerwehr Rheinfelden am Samstag 18.04. und die Zweite am Samstag 25.04.2015 zur DSM Nutritional Products ins Werk Sisseln Aargau auf den Brandübungsplatz gefahren.
Ziele:
- defektes Ventil an Gasleitung mit Brand schliessen
- 3-Facher Löschangriff Flüssigkeitsbrand
- Brennende Flüssigkeits- oder Gasbehälter (z.B. Tankwagen auf Strasse oder Schiene) kontrolliert kühlen und anschliessend löschen
Die zwei Arten des Dreifachen:
- der dreifache Brandschutz, um im Falle eines sich entfachenden Brandes vorbeugend bereit zu sein
- der dreifache Löschangriff, wenn es bereits brennt
Bei den Dreifachen ist die Koordination des Kaders (Gruppenführer und Offiziere) sehr wichtig. Jede/r muss sich auf den Anderen verlassen könne, damit er nicht plötzlich ohne Mannschutz mit Wasser oder z.B. in einer brennenden Flüssigkeit da steht.
Quelle Bilder & Film: Gebhard Hug, Kevin Baumann, Roger Kopp
Neuerungen, Lehren vom WBK 2014 und Schneidetechnik
Neuerungen, Lehren vom WBK 2014 und Schneidetechnik
Sandro Kobelt, Ressort Chef Pio startete für die erste Pio Übung im 2015 mit dem Motto „Schneiden was das Zeug hält„.
Ziele:
- Das richtige Material am richtigen Ort einsetzen
- Jeder kennt die Neuerungen
- Jeder beherrscht denn Umgang mit den Rettungsgeräten
Neu fahren auf den Fahrzeugen Strassenretter (Zähring 26) und TLF (Zähring 20) auch Plüschtiere mit. Für was braucht die Feuerwehr nun Plüschtiere? Bei Ereignissen in denen Kinder betroffen sind, hilft ein Plüschtier zur Beruhigung, Ablenkung und um einen Bezug zum Kind herzustellen.
Die vier Bausteine der Strassenrettung:
- Sicherung
- Betreuungsöffnung
- Patientenöffnung
- Rettungsöffnung
Mit dem Motto „Schneiden was das Zeug hält“ wurde das Ziel verfolgt, alle uns zur Verfügung stehenden Geräte und Werkzeuge zum Einsatz zu bringen und damit die Vorteile, sowie Nachteile kennen zu lernen. Zum Teil war es auch Auffrischung des Wissens und das hat gut getan.
Neu: Die Warnblinkanlage, sofern nicht schon eingeschaltet, wird angemacht, damit jeder AdF weiss, dass die Batterie(n) nicht abgehängt ist(sind) und die Airbags noch auslösen können.
In einer ersten Phase wurde nach den vier Bausteinen gearbeitet, dass heisst alle nötigen Schritte bis zur Patientenrettung durchgeführt. Anschliessend zerlegten wir die zwei Fahrzeuge in kleinste Teile. Alle vom PKW getrennten Fahrzeugteile mussten so klein sein, dass sie durch einen Autoreifen gingen.
Verdrehen bzw. Überdrehen vermeiden
Da das obere Messer rechts und das untere Messer links liegt (ist übrigens bei jeder Rettungsschere, egal von welchem Hersteller, der Fall) dreht sich das Schneidgerät also zunächst mal gegen den Uhrzeigersinn zur Seite. Dieser Effekt kann durch einen oder mehrere der folgenden Punkte noch einmal deutlich verstärkt werden:
- Viel Schneidgut (Volumen)
- Hartes Material (Hochfeste Stahlsorten)
- Fortgeschrittener Verschleiss der Messer
- Zu geringes Drehmoment am Zentralbolzen
- Lange, gerade und gezackte Messer (Form)
Diesem ganzen Vorgang kann man aber schon zu Beginn gezielt begegnen, um ihn für sich zu nutzen. Dabei wird das Verdrehen zwar nicht komplett verhindert aber zumindest überdreht die Schere nicht, wodurch dann auch kein neues Ansetzen notwendig wird. Dazu wird das Schneidgerät einfach schon vor dem Schnitt leicht nach rechts gekippt (etwa 2 Uhr) angesetzt. Von dieser Position aus bewegt sich die Schere dann solange bis sie gerade steht (12 Uhr) und führt dann einen sauberen Schnitt durch.
Wie man sehen kann kostet das ganze kein Bisschen mehr Zeit und es funktioniert auch bei allen
Karosserieteilen. Daher sollte jeder Geräteführer diesen kleinen Kniff kennen um die Kraft des Schneidgerätes effektiver auf das Schneidgut zu bringen und unnötiges Nachsetzen zu vermeiden. Siehe Video der Feurwehr Sattledt.
Schaue bevor du schneidest und in Aktion gehst, ist immer noch aktuell.
Übung Verkehrsregelung
Übung Verkehrsregelung
Die zweite Verkehrszugsübung stand unter dem Thema Verkehrsregelung.
In die Übung wurde mit einem Einsatz auf der Baslerstrasse / Augartenstrasse gestartet. Das Szenario welches vorgegeben wurde war, dass es zu einem Zusammenstoss an besagter Abzweigung gekommen war. Infolge dessen wurde der Verkehrszug der Feuerwehr Rheinfelden aufgeboten um den Verkehr zu regeln. Nach einer ersten Chaosphase, hatten die Teilnehmer den Arbeitsplatz korrekt eingerichtet, den Verkehr am laufen gehalten und entsprechend den ÖV priorisiert behandelt.
Nach gut einer Stunde war der Spuck vorbei und der Einsatz besprochen. Im Anschluss daran wurde noch die Kreuzung Kaiserstrasse / Belchenstrasse beübt, bei dieser Gelegenheit konnten die Teilnehmer sich auf die Regio Übung im Juni einstellen.
Grundlagen, Leiterstellung und Schuhe putzen
Grundlagen, Leiterstellung und Schuhe putzen
Die zweite Gesamtprobe stand unter dem Motto Grundlagen und Rettungsdienst.
Eine Leiterstellung, um im Notfall einen zusätzlichen Fluchtweg zu ermöglichen, respektive einen alternativen Zugang zu schaffen, muss im Halbschlaf beherrscht werden. Sowohl die Schiebeleiter als auch die Schiebeleiter mit Stützen wurde zu diesem Zweck intensiv trainiert. Auch zu wissen wo sich welches Material auf dem TLF befindet ist essentiell und wurde durch den Materialwart (Oblt. Walter Bräutigam) vertieft.
Neben diesen Grundlagen bot ein letzter Posten die Gelegenheit die persönliche Ausrüstung auf Vordermann zu bringen, damit wir einheitlich und perfekt ausgerüstet in den Einsatz können.
Atemschutzpokal 2014 – 20jähriges Jubiläum
Atemschutzpokal 2014 – 20jähriges Jubiläum
Am 21.10.1994 fand der erste internationale Atemschutz Pokalwettkampf auf dem Gelände der Feldschlösschen AG unter der Leitung vom damaligen Kommandanten Peter Wörfel statt. Der Atemschutzchef war damals Cäsar Widmer. Unter dem damaligen Kommando von Gerhard Salg kamen aus dem Nachbardorf über dem Rhein zusätzlich 40 deutsche Mitstreiter zum Wettstreit.
Nach der gemeinsamen Beschaffung der Atemschutzgeräte mit der Feuerwehr Rheinfelden gesellte sich Möhlin und Zeiningen dazu.
Zum 20igsten Jubiläum sind wieder 2er Trupps gebildet worden, welche je aus einer Person aus den Abteilungen der Feuerwehr Rheinfelden D sowie einem Kameraden aus der Schweiz (Rheinfelden und Möhlin), an den Start im Stadtpark West in Rheinfelden Schweiz gingen. Es galt also hier international zusammen zu arbeiten.
Die Strecke führte von der Schweiz nach Deutschland und dauert ca. 45 Minuten.
Teilnehmer waren die Angehörigen der Feuerwehren Rheinfelden CH und Möhlin-Zeinigen, sowie der Freiwilligen Feuerwehr Rheinfelden D (Abteilungen Nollingen, Warmbach, Schwoerstadt, Adelhausen, Nordschwaben, Herten, Dossenbach, Minseln, Degerfelden, Karsau) sowie dem THW Rheinfelden. Es nahmen 81 Atemschutzgeräteträger teil.
Die TeilnehmerInnen setzten sich wie folgt zusammen:
Badisch Rheinfelden, inkl. THW=41
Rheinfelden=22
Möhlin=18
Total 81
Um 18:00 war Besammlung beim Stadtpark West und Start des Wettkampfes.
Strecke: Hermann-Keller-Strasse-Fledermausgasse/ Posten1 – Albrechtsplatz/ Posten 2 – Brodlaube-Rumpel/ Posten 3 – Zähringerplatz/ Posten 4 – Markgasse-Alter Zoll/ Posten 5 – Rheinbrücke/ Inseli/ Posten 6 – DE Zoll/ Posten 7 – Parkhaus Salmegg/ Posten 8
Der wunderschöne Wanderpokal wurde wie jedes Jahr in der Länderwertung vergeben. Zudem fand eine internationale Einzelwertung, sowie auch eine Einzelwertung pro Feuerwehrorganisation statt. Wiederum wartete in dieser Wertung der Rheinfelder Wanderpokal auf den Gewinner.
Der Länderpokal ging das Jahr nach Deutschland. Klaus Eberhardt, Oberbürgermeister von Rheinfelden Baden und Thomas Kieper, Fachgebietsleiter Atemschutz und Stellvertretender Abteilungskommandant von der Freiwilligen Feuerwehr Rheinfelden Baden freuten sich sehr über den Pokal (siehe Bild). Stefan Gerig, Ressortleiter Atemschutz der Feuerwehr Rheinfelden CH, meinte dann nur, dass sich die Feuerwehren Möhlin und Rheinfelden über die Gelegenheit freuen, im 2015 den Pokal in Herten wieder zurück zu holen.
Die Einzelwertung wurde von den Rheinfeldnern Philipp Hofer, Platz 1 und Sandro Kobelt, Platz 2 angeführt. Auf Platz 3 platzierte sich Max Rütschle aus Adelhausen, Rheinfelden Baden.
In der Schweizer Wertung belegte Philipp Hofer Platz 1 und Sandro Kobelt Platz 2, beide aus Rheinfelden CH. Der 3. Platz wurde von Michael Bärtschi aus Möhlin eingenommen.
Die besten drei Trupps sind aus der angehängten Rangliste zu entnehmen. Die Trupps wurden immer aus einem Angehörigen einer Feuerwehr aus der Schweizer und einem aus Deutschland zusammen gesetzt. Das eine Bild zeigt die drei Trupps.
Auf Grund von Einsprachen zur Klassifizierung am selben Abend wurde die Bewertung überprüft und es kann bestätigt werden, dass die Klassifizierung ordnungsgemäss stattgefunden hat.
Ein grosser Dank geht an alle AdF für Ihre Teilnahme am Pokalwettkampf, an die Organisatoren und zahlreichen Helfer aller Feuerwehren, an die Küche für die tolle Verpflegung danach, sowie an die Medien für Ihre Berichterstattungen.



