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Stabsübung – klein, aber sehr fein

Stabsübung – klein, aber sehr fein

Stabsübung – klein, aber sehr fein

Am 11. Februar traf sich eine kleine Gruppe von rund sechs motivierten AdF zur Stabsübung im Magazin Rheinfelden.
Die Übung war bewusst kompakt gehalten, damit wir in einer ruhigen, konzentrierten Atmosphäre arbeiten konnten. Offiziere waren wie immer herzlich eingeladen, wer wollte, war dabei.

Im Zentrum stand die Auffrischung der Stabs- und Führungsunterstützungs-Themen. Dazu gehörten unter anderem:

  • Wie funktioniert der Stab eigentlich im Einsatz?
  • Was kann das Zähring 11 – und was sind die Aufgaben, wenn man als Stabsmitglied dazu kommt?
  • Welche Funktion bietet das FFI (Einsatzrapport, Material & Anwesenheitskontrolle)
  • Und was unerlässlich ist: Funkregeln & Symbole

Nach einer kurzen Begrüssung durch Stefan ging’s direkt in die Themenblöcke.
Wir wechselten zwischen Theorie, Diskussionen und praktischen Sequenzen. Besonders die kleinen Gruppen erlaubten es, gezielt Fragen und Erfahrungen einzubauen und dies ohne Zeitdruck.
Marco übernahm den Teil rund um das FFI und die Journalführung, vor allem aber auch, wie der Einsatzrapport oder das gebrauchte Material digital erfasst wird. Stefan hat dies zuvor anhand der Papier ausdrucke erklärt.

Zum Schluss hin, wurde es noch spielerisch, denn es wurde Bingo gespielt. Dabei waren auf einem A3 Blatt entweder die Symbole oder die Beschreibung abgebildet. Stefan mimte dabei den Conférencier.

Ein gelungener Abend, trotz (oder gerade wegen) der kleinen Runde war es eine sehr effiziente Übung. Die Teilnehmenden konnten ihr Wissen auffrischen, Anwendungen vertiefen und einige “Aha-Momente” mitnehmen.

Danke an alle, die sich Zeit genommen haben und natürlich an die Übungsleitung für die Vorbereitung.

OSFIK‑Leistungstest – Der neue Angewöhnungsmarsch

OSFIK‑Leistungstest – Der neue Angewöhnungsmarsch

OSFIK‑Leistungstest – Der neue Angewöhnungsmarsch

Am 10. Februar 2026 führte der Atemschutz den jährlichen OSFIK‑Leistungstest für die Atemschutzgruppe 2 durch. Dieser Test ersetzt seit neustem den früheren Angewöhnungsmarsch in Zeiningen und überprüft, dass alle Atemschutzgeräteträgerinnen und ‑träger körperlich bereit für Einsätze unter Atemschutz sind.

Zu Beginn wurden alle Teilnehmenden begrüsst und über den Ablauf informiert. Die Übungsleitung stellte anschliessend sämtliche Posten des Leistungstests vor und erklärte deren Anforderungen sowie die korrekte Durchführung. Dazu gehörten unter anderem Gehen mit und ohne Last, Treppensteigen, Hindernisparcours, Lastentransport und Schlauchrollen. Nach der Einführung wurde in Zweiergruppen gearbeitet: Jede Gruppe absolvierte nacheinander alle Posten. Für den gesamten Test stehen 23 Minuten zur Verfügung, die meisten Teilnehmenden meisterten ihn in beeindruckenden 15 Minuten. Die Posten überprüfen die körperliche Kraft und Ausdauer.

Nach einer kurzen Pause folgte der nächste Ausbildungsteil:
Jede und jeder durfte das Atemschutzgerät vom Einflaschen‑ auf ein Doppelflaschengerät umbauen. Diese Aufgabe ist anspruchsvoll und wird immer wieder mal geübt. Der korrekte und zügige Umbau ist im Einsatzfall entscheidend und erfordert gute Materialkenntnis sowie saubere Handgriffe. Nach dem Rückbau durfte das Gerät mit einer neuen Maske bestückt und geprüft werden.

Bevor der Abend zu Ende ging, gab es eine kurze Theorie‑ und Wiederholungseinheit. Die Themen waren:

R.I.T. – Rapid Intervention Team
SÜV – Sicherung Überwachung und Verbindung
ART‑Regel – Anmarsch, Rückweg und Trupp
Absuchtechnik – strukturiertes Vorgehen im Innenangriff

Diese Elemente gehören zu den zentralen Grundlagen des sicheren und effizienten Atemschutzeinsatzes.

Zum Abschluss wurde das gesamte Material retabliert und für den nächsten Einsatz vorbereitet. Traditionell gab es danach noch das obligate Joghurt, das den Abend in kameradschaftlicher Runde abrundete.

Auftakt ins Jahr 2026: Gesamtfeuerwehrübung

Auftakt ins Jahr 2026: Gesamtfeuerwehrübung

Auftakt ins Jahr 2026: Gesamtfeuerwehrübung

Die erste Gesamtübung des neuen Jahres fand am Freitag von 19:30 bis 22:30 Uhr statt, so trafen sich die Neueingeteilten und die Mannschaft im Saal der Feuerwehr Rheinfelden.

Zu Beginn begrüsste das Kommando die anwesenden Angehörigen der Feuerwehr und informierte über aktuelle Themen aus Ausbildung, Technik und Organisation. Dazu gehörten unter anderem die Bedeutung unseres Ehrenkodex, strukturelle Anpassungen im Organigramm sowie die Pflichten rund um Krankheit und Unfall.

Nach der Begrüssung ging es zur Postenarbeit im Magazin, am ersten Posten ging es um die stabile Seitenlage wie auch um den allgemeinen Sanitätsdienst. Rund 15 Minute dauerte dieser Posten, bevor es bereits zum nächsten ging.
Jeweils ein erfahrener Feuerwehrmann durfte mit einem relativ neuen Mitglied der Feuerwehr Rheinfelden die Brustbindung üben. Dabei zeigte sich, dass die erfahrenen nicht unbedingt besser sind in der Brustbindung.

Die Postenarbeit war nur ein Pausenfüller, damit in dieser Zeit die Einsatzübung vorbereitet werden konnte. Um 20:35 wurde der Alarm:

06.02.2024 20:35; Brand-Gross, in Rheinfelden, Breitmattweg 5, Gastroservice, Einsatzübung

ausgelöst.

Es wurden alle Fahrzeuge besetzt und verschoben in Richtung Kloos. Es galt Personen zu retten mittels Autodrehleiter und Leitern, die Brandbekämpfung zu forcieren und das Gebäude rauchfrei zu bekommen.
Diese Einsatzübung zeigte die Defizite auf, welche nun in diesem Jahr stärker trainiert werden.

Als alles wieder an seinem Platz verstaut und alles wieder hergestellt war, gab es noch einen kleinen Imbiss, bei welchem man noch die Kameradschaft pflegen konnte.

Besten Dank der Übungsleitung und dem Verpflegungsoffizier

 

Zwischen Norm und Notfall: Wie Blaulichtorganisationen Einsatzstellen richtig absichern

Zwischen Norm und Notfall: Wie Blaulichtorganisationen Einsatzstellen richtig absichern

Zwischen Norm und Notfall: Wie Blaulichtorganisationen Einsatzstellen richtig absichern

Am Montag startete der Verkehrszug ins neue Feuerwehrjahr. Punkt 19 Uhr begann die Übung in der Turnhalle Hellikon, die an diesem Abend bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Nach einer kurzen Begrüssung und dem Überblick über das Programm folgte ein umfangreicher Einblick in ein Thema, das im Einsatzalltag immer wieder zu Diskussionen führt: Normen, Leitkegel und Warnsignale.

Der Referent begann mit den grundlegenden Normen. Die VSS 40 876 regelt, welche Leitkegel im Strassenverkehr eingesetzt werden dürfen. Während bei Baustellen der Standort vorgibt, welcher Kegel benötigt wird, ist die Situation bei Blaulichtorganisationen anders. Da niemand weiss, ob der nächste Einsatz auf der Autobahn, einer Hauptstrasse oder im Quartier stattfindet, dürfen Feuerwehr, Sanität und Polizei einen universellen Kegel verwenden. Dieser entspricht der Klasse R2A, gehört zur Gewichtsklasse 2 und ist 500 Millimeter hoch. Die hohe Retroreflexion sorgt dafür, dass Autofahrer die Kegel bereits aus grosser Distanz gut erkennen – was gerade bei Dunkelheit, Nebel oder Regen entscheidend ist.

Anschliessend ging es um Warnblitzleuchten. Grundlage dafür bilden die SN 640 844‑1 und die EN 12352:2006, die momentan überarbeitet wird. Immer wieder taucht die Frage auf, ob eine Blitzleuchte ein Faltsignal „beleuchtet“ und damit eine niedrigere Retroreflexionsklasse zulässig wäre. Das ist nicht der Fall. Beleuchtet bedeutet laut Norm, dass ein Signal dauerhaft angestrahlt wird, beispielsweise durch feste Scheinwerfer. Eine Blitzleuchte hingegen blinkt nur und ersetzt die Reflexion des Signals nicht. Sie sorgt lediglich dafür, dass ein Verkehrsteilnehmer das Signal überhaupt wahrnimmt – die Information selbst liefert nach wie vor die retroreflektierende Fläche.

Ein weiterer Punkt war die Frage, ob Faltsignale in R1 oder R2 eingesetzt werden sollen. Einige Kantone, darunter der Aargau, verlangen R2 für Blaulichtorganisationen, während andere mehr Spielraum lassen. Rein rechtlich ist R1 zulässig, doch R2 bietet eine deutlich bessere Sichtbarkeit und ist zudem robuster. Einziger Nachteil: Die Folie ist steifer und lässt sich weniger gut falten, was im Alltag aber meist zu verschmerzen ist.

Auch die Umleitungswegweiser wurden unter die Lupe genommen. Viele Feuerwehren setzen Modelle im Kleinformat mit 1,25 Metern Länge ein. Das ist erlaubt, denn die Signalisationsverordnung erlaubt verkleinerte Formate, wenn Platzverhältnisse oder das Lichtraumprofil es erfordern. Und genau das ist bei Feuerwehreinsätzen oft der Fall. Der limitierte Stauraum in Einsatzfahrzeugen und enge Strassenverhältnisse machen kleinere Schilder oft zur praktischsten Lösung.

Am Ende bleibt eines klar: Normen und Vorgaben existieren nicht zum Selbstzweck. Sie sollen die Sicherheit derjenigen gewährleisten, die an einer Einsatzstelle arbeiten – und ebenso jene schützen, die mit ihren Fahrzeugen daran vorbeifahren. Wer die Standards kennt und korrekt umsetzt, schützt sich selbst, Kameradinnen und Kameraden sowie die gesamte Verkehrswelt.

Nach einer Pause mit Salat, Wurst und Getränken ging es hinaus in die kalte Nacht, wo die Verkehrszugsfahrzeuge aus Wabrig, Stein und Rheinfelden genauer betrachtet wurden. Den Abschluss bildete ein Quiz, das das frisch erworbene Wissen in lockerer Atmosphäre abfragte und für einige Schmunzler sorgte.

Ein herzliches Dankeschön an die Feuerwehr Wabrig für die Gastfreundschaft und die Verpflegung.