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Taktikbus in Möhlin

Taktikbus in Möhlin

Taktikbus in Möhlin

Im vorletzten Weiterbildungskurs hat die Aargauische Gebäudeversicherung während 8 Wochenenden, jeweils an einem halben Tag die Offiziere im Kanton Aargau geschult.
Der Bus bietet an verschiedenen Stationen die Möglichkeit, die Fahrzeuge und die Mannschaft zu manövrieren sowie die Einsatztaktik zu üben.

Nun kam der Taktikbus nach Möhlin und die Offiziere der beiden Feuerwehren konnten sich in den zwei Tagen, in denen der Bus im Feuerwehrmagazin in Möhlin stand für vier Stunden der virtuellen Welt hingeben. In diesen vier Stunden konnte die Schadenplatzorganisation oder aber auch das Vorgehen im Einsatz geübt werden. Die einzelnen Einsätze reichten vom Brand in einem Zimmer, Brand in einem Mehrfamilienhaus über einen Tiefgaragenbrand bis hin zu einem Elektrofahrzeugbrand.
Der Vorteil des Taktikbusses ist es, dass die Szenarien durch den Operator gesteuert werden können. Die Übungen werden so dynamisch im Gegensatz zur klassischen Markierungsmethode. Je nachdem wie die Entscheidung des Einsatzleiters ausfällt, verändert sich das Szenario.

So mussten wir in meiner Gruppe feststellen, dass wir allesamt nicht wirklich die Gamer sind: Fahrzeuge fuhren in Häuser oder überschlugen sich. Nebst dem Ernst kam der Spass definitiv nicht zu kurz.

 

Gebäude und Strassen Kenntnisse

Gebäude und Strassen Kenntnisse

Gebäude und Strassen Kenntnisse

Viele Feuerwehrleute fahren im Alltag keine grossen, schweren und langen Fahrzeuge. Deshalb müssen alle Fahrer mehrmals jährlich die Übungen der Fahrer besuchen, um Routine zu bekommen bzw. diese zu behalten. Damit alle profitieren können, werden diese Fahrübungen in sieben Kleingruppen, welche jeweils an verschiedenen Abenden üben, durchgeführt.

Die letzte Übung stand ganz unter dem Motto Gebäude und Strassenkenntnisse vertiefen, repetieren und dabei Fahrpraxis erhalten. Gefahren wurde in 2er Teams, Fahrer und Beifahrer, wobei der Beifahrer als Navigator tätig war. Die Auswahl des Fahrzeuges konnte selbständig gewählt werden, je nach Führerschein und je nach eigenem Fahr-Bedarf.
Die Übungsleitung hatte pro Gruppen ein Dossier zusammengestellt, mit 33 zufälligen Adressen in den Ortsgebieten Rheinfelden, Möhlin und Kaiseraugst. Ziel der Übung war es die notierten Adressen mit Ortskenntnis anzufahren. War dies nicht möglich, durfte der QR-Code auf dem Aufgabenblatt gescannt werden und die Anfahrtsroute wurde angezeigt (oder man nahm Google-Maps zu Hilfe). Die Adressen befanden sich verteilt im Industriegebiet mit guter Zugänglichkeit, in schmalen Quartierstrassen und auch in der Altstadt von Rheinfelden. Je nach Wahl des Feuerwehrfahrzeuges war es teilweise in den Quartierstrassen entsprechend spannend, ob eine Durchfahrt zwischen den geparkten Autos und den Hecken, Mülltonnen etc. überhaupt machbar ist. Wenn die Adressen der Reihe nach (vorwärts oder rückwärts) angefahren wurden, ergab sich eine sinnvolle Route. So konnten nach einer Runde die Positionen getauscht werden und die Route nochmals abgefahren werden. Bei Bedarf konnte sogar das Fahrzeug getauscht werden. Dadurch erhielten beide Fahrer die Möglichkeit Ihre Ortskenntnisse und Fahrpraxis zu verbessern.

Für mich als nicht Fahrer, war dies eine spannende Übung, denn auch als «nur» Beifahrer kann man von dieser Ortskenntnis-Übung profitieren und sieht auch mögliche Schwierigkeiten, welche bei der Zufahrt mit grossen, langen Fahrzeugen vorhanden sein können.

Bericht: Sandra Baumgartner

Gemeinsame Übung mit dem Zivilschutz – Betrieb Notfalltreffpunkte

Gemeinsame Übung mit dem Zivilschutz – Betrieb Notfalltreffpunkte

Gemeinsame Übung mit dem Zivilschutz – Betrieb Notfalltreffpunkte

Am Dienstagabend haben sich Feuerwehr und Zivilschutz in Rheinfelden gemeinsam auf eine Krisensituation vorbereitet: Ausfall von Strom, Licht und Telekommunikation – eine Herausforderung für Bevölkerung und Einsatzkräfte. Ziel der Übung war es, das Zusammenspiel beider Organisationen im Betrieb und in der Übergabe eines Notfalltreffpunkts zu testen.

Die Notfalltreffpunkte sind verteilt über die verschiedenen Quartiere in Rheinfelden. Kommt es zu einem längeren Ausfall der Infrastruktur, sollen sich die Menschen dort informieren und Unterstützung erhalten können. Zunächst übernimmt die Feuerwehr die Einrichtung und Führung dieser Treffpunkte. Sobald der Betrieb gesichert ist, geht die Verantwortung an den Zivilschutz über.

Damit dieser Wechsel reibungslos funktioniert, braucht es klare Abläufe und definierte Zuständigkeiten. Jeder Treffpunkt wird mit Notstrom, Beleuchtung, einem Funkgerät für die Kommunikation und weiteren Hilfsmitteln ausgestattet.

Wir verwenden die Polycom-Geräte auch innerhalb der Feuerwehr, nebst dem Analogfunk. Daher sind diese nicht in den jeweiligen Kisten verpackt und so kam es, dass an unserem Standort das falsche Gerät vor Ort war. Eine Erkenntnis, welche man lieber während einer solchen Übung macht, als bei einem echten Einsatz.

Das Fazit am Schluss war dennoch positiv und die Übung klar erfüllt.
Den Ausklang bildete ein gemeinsame Wurst und Brot – denn gute Zusammenarbeit entsteht nicht nur durch Protokolle, sondern auch durch persönliche Begegnungen.

Ortskenntnisse

Ortskenntnisse

Ortskenntnisse

Am Dienstag war richtig was los: Volles Programm! Die Neueingeteilten hatten ihre Übung, gleichzeitig wurde auch die Autodrehleiter beübt. Zudem führte der Verkehrszug eine eigene Übung zum Thema Ortskenntnisse durch.

Zum Einstieg durfte jeder einzeln auf verschiedenen Blättern diverse Strassennamen eintragen – natürlich nicht die bekannten Hauptstrassen, sondern bewusst ausgewählte, weniger geläufige Kartenausschnitte. Danach galt es, in zwei Gruppen auf einem Plan Umleitungen zu erstellen – inklusive Angaben, wie viele Angehörige des AdFVZ benötigt würden und wie der Verkehr geführt werden sollte.

Nach diesem eher theorielastigen Teil ging es mit zwei Fahrzeugen raus auf ein paar Quartierstrassen. Ziel war es, die erarbeiteten Umleitungen praktisch zu testen. Der Fokus lag darauf, statt einem AdFVZ den Schaltplan der Ampelanlage zu nutzen.

Leider kam es nicht ganz wie geplant: Nach dem Sichern der Einsatzstelle konnte das Schloss zur Schalttafel der Ampel bei der Bahnhofskreuzung nicht geöffnet werden – zu verdreckt, der Schlüssel passte nicht. Also packten wir wieder alles zusammen und fuhren zur Kohlplatzkreuzung, wo wir zumindest noch einen kurzen Blick auf den Schaltplan der dortigen Ampel werfen konnten.

Nach rund zwei Stunden war die Übung beendet – Ziel erreicht, Übung erfüllt.

Besten Dank an alle für die aktive Teilnahme!

Brandbekämpfung und Rettungsdienst für neue Feuerwehrleute

Brandbekämpfung und Rettungsdienst für neue Feuerwehrleute

Brandbekämpfung und Rettungsdienst für neue Feuerwehrleute

Am Mittwoch 02.04.2025 fand die erste Übung für die Neuen der Feuerwehr Rheinfelden statt. Im März haben sie einen zweitägigen Grundkurs zum Erlernen vom Feuerwehr-Grundhandwerk besucht. Nun liegt es an der eigenen Feuerwehr, die Neuen Mitglieder weiter zu schulen und deren Wissen weiter auf- und auszubauen. Somit stand die erste Übung ganz unter dem Zeichen, das bereits Erlernte aufzufrischen und zu vertiefen.

Der erste Teil fand zum Thema Brandbekämpfung statt. Zuerst gab es eine Führung rund um unser Tanklöschfahrzeug (TLF), damit jede und jeder sehen kann, was hat es alles für Material auf dem Fahrzeug und wo kann ich es finden. Danach ging es ans Erstellen der Leitungen um das «brennende» Fahrzeug (supponiert) zu löschen und den Velounterstand zu halten. Aber welche Leitung war nochmals für was? Transportleitung oder doch Druckleitung und welche Einstellungen waren es beim Strahlrohr? Der Übungsleiter fungierte als Einsatzleiter während die beiden Gruppenführer ihre Befehle bei ihm abholten und mit der anwesenden achtköpfigen Mannschaft ausführten. Dabei versuchten die Gruppenführer etwas Schwung und Tempo in den Aufbau zu bringen, jedoch auch das Wissen korrekt zu vermitteln. Es hat alles bestens funktioniert und auch das Retablieren unter Zeitdruck hat geklappt.

Im zweiten Teil des Abends ging es um den Rettungsdienst mit Leitern. Dabei wurde das Stellen der Leitern aber auch das Retten von Personen über die Leitern angeschaut. Es wurde in zwei Gruppen gearbeitet, die einen mit der Schiebeleiter mit Stützen und die anderen mit der Schiebeleiter ohne Stützen.

Die erste Herausforderung war, wie bekommen wir die jeweilige Leiter vom entsprechenden Fahrzeug? Von der Übungsleitung wurden uns dazu die notwendigen Kniffe und Tricks gezeigt. Als die Leitern endlich von den Fahrzeugdächern geholt waren, konnte es mit den Posten losgehen.

Bei der Schiebeleiter mit Stützten ging es vor allem um die Handhabung, wie eine Leiter aufgestellt und bedient wird. Und was war das nun nochmals mit den Stützen? Wo kommen diese hin und was muss ich genau tun, wenn ich an der Stütze bin? Dazu wurden mehrere Leiternstellungen am Gebäude geübt.

Bei der Schiebeleiter ohne Stützen stand der Fokus auf dem Retten von Personen aus dem Gebäude. Dazu wurde die Leiter einmal korrekt gestellt. Danach durften zwei Personen über die Leiter ins Gebäude einsteigen, während die anderen beiden den Leiternfuss weiter sicherten. Im Gebäude galt es zuerst einen Fixpunkt an der Leiter zu erstellen. Danach wurde an der zu rettenden Person die Brustbindung ausgeführt und mittels Karabinerbremse gesichert. Die Person konnte so sicher über die Leiter nach unten klettern. Diese Übung wurde so oft durchgeführt, bis jede und jeder einmal als Patient oder als Retter eingesetzt war.

Als Abschluss galt es die Brustbindung im Zweierteam unter Zeitdruck zu erstellen. Alle Gruppen haben dies super gemeistert.

Als Fazit zu dieser Übung kann gesagt werden, es ist viel Wissen vom Kurs hängen geblieben und darauf kann aufgebaut werden. Die Anwesenden waren sehr motiviert dabei und haben sich interessiert eingebracht. Danke an alle, die sich entschlossen haben bei uns Feuerwehrdienst zu leisten und aktiv mitzumachen.

Bericht: Sandra Baumgartner

Maschinistenübung «Wer kein Kopf hat, läuft zweimal»

Maschinistenübung «Wer kein Kopf hat, läuft zweimal»

Maschinistenübung «Wer kein Kopf hat, läuft zweimal»

Die erste Übung der Maschinisten in diesem Jahr stand ganz unter dem Motto «Wer kein Kopf hat, läuft zweimal». Die Schwerpunkte des Abends lagen auf der Motorspritze (MS) Typ 2 als Druckverstärkung ab Hydrant und den Material- und Fahrzeugkenntnissen.

Nach der Begrüssung durch die Übungsleiter wurden die Anwesenden auf zwei Gruppen aufgeteilt und zu den beiden vorbereiteten Posten geschickt.

Als erster Posten stand bei mir «Fahrzeugbedienung und Materialkenntnis» auf dem Programm. Zur Verfügung standen uns das Tanklöschfahrzeug (TLF), das Pionierfahrzeug (PIF) und der Schlauchverleger (SVF). Die erste Aufgabe für die Gruppe bestand darin, sämtliches Beleuchtungsmaterial von den drei Fahrzeugen zu holen und den Platz für die nächste Übung taghell auszuleuchten. Jede noch so kleine Stablampe, aber auch die Kerze, das Beleuchtungsmodul vom PIF und die Dachscheinwerfer der Fahrzeuge wurden benötigt. Kurz gab es Fragezeichen in den Augen der Teilnehmer, als von den acht Scheinwerfern nur einer Licht hatte und die anderen nicht. Schnell war jedoch klar, dass genau dieser eine Scheinwerfer an der Steckdose vom PIF angeschlossen war, welche Dauerstrom liefert.

Nach dem alles eingerichtet und ausgeleuchtet war, erhielten wir die zweite Aufgabe von Kevin. Dazu wurde die Gruppe nochmals halbiert, die eine Hälfte bekam eine Einzelaufgabe, während die andere Hälfte als Gruppe arbeiten konnte.

Für die Einzelarbeit erhielten die Teilnehmer je drei Blätter mit einem Raster und der Aufschrift ZLF, PIF und SVF. Ihre Aufgabe war auf dem Blatt des entsprechenden Fahrzeuges im entsprechenden Kästchen zu notieren, was sich hinter dem geschlossenen Rollladen im Fahrzeug befand. In der gleichen Zeit hatten die anderen als Gruppe ebenfalls die Aufgabe alles zu notieren, was sich hinter den geschlossenen Rollladen befindet, jedoch auf kleinen Zettel und diese mit der Schrift zum Fahrzeug an den Rollladen zu kleben. Es ging dabei um das Material hinter dem Laden aber auch um die Anzahl davon, z. B. 3 x Teilstück. Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit gingen wir alle gemeinsam von Fahrzeug zu Fahrzeug und von Rollladen zu Rollladen und trugen unser Wissen zusammen. Die einen hatten mehr Wissen die anderen weniger, doch alle konnten von dieser Übung profitieren und gemeinsam haben wir das Ziel erreicht.

Am zweiten Posten beim Sportplatz Schiffacker begrüsste uns Raphael direkt mit einer Denkaufgabe. Und zwar galt es in zwei Gruppen auf dem Flipchart eine Berechnung zum Thema Druckverstärkung und Druckverlust anzustellen. Ausgangslage war eine Distanz von 800 Metern vom Hydranten bis zum Ziel und 2 Meter Höhendifferenz zu überwinden. Der Hydrant wies einen Abgangsdruck von 2 bar aus und am Ziel musste ein Druck von 8 bar vorhanden sein. Es sollten Varianten mit einer MS oder zwei sowie mit bzw. ohne Ausgleichsbecken berechnet werden. Die verschiedenen Lösungen und Varianten wurden gemeinsam besprochen. Danach ging es noch an das praktische Umsetzen und Ausprobieren. Dazu waren zwei Posten mit ähnlichem Aufbau vorhanden (je eine MS mit Leitungen ab Hydrant und Rückschläger). Es ging darum die korrekte Inbetriebnahme und Bedienung der MS zu üben, sowie die Druckverstärkung von der MS via Druckleitungen oder Transportleitung auf zwei Strahlrohre zu erreichen.

Pünktlich konnte die Übung beendet werden und die Ziele wurden an beiden Posten erreicht.

Besten Dank den beiden Übungsleitern für die Vorbereitung und Durchführung der spannenden Posten!

Bericht: Sandra Baumgartner