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Gemeinsame Kaderausbildung mit Möhlin

Gemeinsame Kaderausbildung mit Möhlin

Gemeinsame Kaderausbildung mit Möhlin

Gemeinsam mit den Kameraden der Feuerwehr Möhlin wurde ein abwechslungsreicher Postenlauf organisiert, bei dem das Kader ihre Fähigkeiten trainieren konnten.
Nach der Begrüssung um 19:00 Uhr und der Einteilung der Gruppen begaben sich die Teilnehmenden zu den vier Posten.

  • Rettungsdienst:
    Die eine Gruppe durfte die Schiebeleiter mit Stützen für eine Rettung via Balkon stellen. Während die andere hälfte die mechanische Leiter in Aktion nehmen konnten.
    Für all jene aus Rheinfelden, ein zum Teil unbekanntes Gerät, da wir dies bei uns nicht haben. Aber für enge Verhältnisse ist dieses Gerät sicherlich die erste Wahl.
  • Gefahrgut:
    Bei der ASM Aerosol-Service AG galt es, die Farbkennzeichnung von Gasflaschen mittels Puzzle zu erarbeiten. Im Anschluss schauten wir die Informationen der Sicherheitsdatenblätter an, um diese korrekt zu interpretieren.
    Der zweite Tell an diesem Posten, war eine Begehung des Gebäude. Von aussen ein unscheinbares Gebäude, aber die Lager sind riesig.
  • Technische Hilfeleistung:
    Die korrekte Anwendung technischer Hilfsmittel und die Organisation einer technischen Rettung standen hier im Fokus. Mittels Hebekissen und Unterbaumaterial, war die Aufgabe innerhalb von 20 Minuten einen Gartentisch aufzustellen, ohne dass dabei die Wasserbecher ausleeren oder die Eier kaputt gehen
  • Feststellen. Beurteilen Entscheiden Handeln Kontrollieren:
    Die Postenchefs haben an diesem Posten zum einen am Objekt selber, wie auch am  Modell realistische Schadenslagen ausgesteckt, welche durch das Kader mittels Feststellungen, Beurteilung und Entscheid die ersten Befehle ausgegeben werden mussten.

Jede Einheit dauerte rund 30 Minuten, bevor zur nächsten Station gewechselt wurde. Gegen 21:30 Uhr kehrten alle Teams ins Magazin Möhlin zur abschliessenden Besprechung zurück.
Der letzte Posten, welchen wir gemeinsam absolvierten stand unter dem Motto in Krisen Köpfe kennen (KKK) so wurde durch die Feuerwehr Möhlin Wurstsalat und Getränke organisiert und spendiert. So konnte das Kader den Abend bei einem gemütlichen Zusammensein ausklingen lassen.
Ein grosses Dankeschön geht an alle Beteiligten, insbesondere an den Übungsleiter und die Feuerwehr Möhlin fürs Organisieren und Durchführen.

Stabsarbeit Grossereignis

Stabsarbeit Grossereignis

Stabsarbeit Grossereignis

Einmal jährlich hat die Feuerwehr Rheinfelden eine Übung mit der Feuerwehr Frick zum Thema «Grossereignis». Dabei wird dieses meistens mit einem gestellten Szenario 1:1 mit Gesamteinsatzleitung und Führungsstab durchgespielt. Um auf die Übung mit der Feuerwehr Frick gut vorbereitet und ausgebildet zu sein, haben wir dieses Jahr eine Grund- bzw. Detailausbildung zu diesem Thema angesetzt.

Zur Übung konnten 15 Offiziere, angehend Offiziere und Mitglieder der Stabsgruppe (Führungsunterstützung) begrüsst werden. Nach der Begrüssung und Zielbekanntgabe, wurden die Anwesenden in fünf Gruppen (je 3 Teilnehmer) eingeteilt und auf die fünf vorhandenen Posten verteilt. Die Gruppen hatten nun 20 Minuten Zeit, den zugeteilten Posten aufzuarbeiten, so dass die Aufgaben und Funktionen anschliessend den anderen Teilnehmern erklärt werden konnten. Der Kreativität war dabei keine Grenzen gesetzt und es war auch gewünscht, dass es nicht einfach nur ein Vortrag oder eine Präsentation sein sollte.

Um 19:55 Uhr starteten wir mit dem ersten Posten. Dort wurden die Themen «Kommunikation und Übermittlung» behandelt. Zuerst gab es einen kurzen Theorieblock zu den verschiedenen Kommunikationsmitteln und -wege und für was ein Sichter und ein Meldeläufer eingesetzt werden können. Anschliessend sollten die Teilnehmer selbständig auf dem Flipchart den Weg einer neuen Meldung aufzeigen, und zwar vom Eingang der Meldung über die Triage zum Einsatzleiter und weiter zum Ausgang. Speziell wichtig ist, dass bei einem Grossereignis eine «Verbindungsliste» geführt wird, wo die verschiedenen internen wie externen Partner gelistet sind und wie diese erreichbar sind (Funkkanal, Telefonnummer, usw).

Vom diesem Posten ging es weiter zum Posten im Atemschutzraum. Diese Gruppe hatte die Aufgaben die weiteren möglichen Formulare zu erklären wie Problemerfassung nach FOSS (Front, Ordnung, Sanität, Spezial), Massnahmen, Pendenzen, Mittel, Zeitplan und Ablöseplanung. Auch hier wurden die Teilnehmer der anderen Gruppen wieder aktiv zum Mitmachen animiert in dem sie die vorhanden Formulare in die Reihenfolge bringen sollten, wie schnell im Einsatz die Formulare eingesetzt werden könnten. An diesem Posten wurde speziell auf die Mitteltabelle hingewiesen. Im Einsatzfall eines Grossereignisses ist diese für den Einsatzleiter von grosser Bedeutung, da er damit auf einen Blick sieht, welche Organisationen sind vor Ort und mit welchen Mitteln (Fahrzeuge, Geräte, Personal). Darauf wird auch notiert, ab wann die Einsatzmittel vor Ort sind bzw. wie lange diese allenfalls zur Verfügung stehen. Darauf kann der Ablöseplan aufgebaut werden.

Am Posten 4 ging es um die sechs Absprachepunkte, das Formular 1. Führung sowie um den Ablauf und den Aufbau eines Rapports. Vorallem bei grossen Ereignissen, welche auch von der Dauer her länger dauern sind Rapporte unerlässlich. Dabei werden alle anwesenden internen wie externen Partner auf den gleichen Stand gebracht, Probleme aufgenommen und Anträge besprochen. Der Rapport wird vom Stabschef koordiniert und geführt, so dass der Einsatzleiter sich voll und ganz auf die vorgebrachten Informationen, Probleme und Anträge konzentrieren kann. Die Funktion des Gesamteinsatzleiters wird normalerweise nach einer gewissen Zeit von der Polizei übernommen und die Feuerwehr ist danach innerhalb des Stabes als «Fachbereich Feuerwehr» vertreten. Dies haben wir anlässlich der Übungen 2024 mit Frick und der KAPO so beübt.

Die Gruppe vom Posten 4 hat sich für ihr Aufgabengebiet «Lagerkarte, Journalführung und Einsatzpläne» ein Szenario ausgedacht und die Teilnehmer eine den Einsatz eingebunden. Es wurde eine Lagekarte gezeigt, welche die Teilnehmer studieren konnten. Danach wurde von drei Personen eine Feststellung abgefragt. Ziel dieser Aufgabe war, dass die Teilnehmer eine bestehende Lagekarte lesen und verstehen können. Um die Teilnehmer auch in Bezug auf die Journalführung zu beüben wurden entsprechende Formulare an die Hälfte der Anwesende verteilt. Die andere Hälfte meldet sich bei der Übungsleitung (bzw. Einsatzleitung) und nahm fiktive Aufträge entgegen und gab Rückmeldungen. Die Teilnehmer mit dem Journal mussten die wichtigen und unwichtigen Aussagen filtern und entsprechend im Journal eintragen.

Für den letzten Posten war eine Theorielektion angesetzt. Hierbei ging es um die Vermittlung der verschiedenen Ereignisstufen «Alltagsereignis», «Grossereignis» und «Katastrophe», der Aufgaben von Einsatzleiter und Stabschef sowie welche möglichen Externen Partner könnten vorhanden sein (z. B. Polizei, Sanität, Medien, usw).

Die Übungsleitung bedankt sich hiermit bei allen Anwesenden fürs Mitmachen und die tollen und kreativen Ideen zum Übermitteln der Aufgaben.

Um das Gehörte und Gelernte gleich umzusetzen, wurde durch die Übungsleitung ein Einsatzleiter und ein Stabschef bestimmt und an alle Teilnehmer die Alarmmeldung bekannt gegeben «Brand-Gross, in Rheinfelden, Explosion und Brand in der Marktgasse, gegenüber Rathaus, verletzte Personen und Brand». Die Teilnehmer wären nun von zu Hause eingerückt und wurden daher durch die Übungsleitung in die Fahrzeughalle geschickt. Der Einsatzleiter und der Stabschef erhielten nun die nötigen Informationen zur «aktuellen Lage» sowie zum «Ereignis». Als Szenario wurde angenommen, dass in der Altstadt von Rheinfelden zwei Gebäude explodiert sind, verschiedene Gebäude in Flammen standen, ein Kleintransportern aufgrund der Explosion verunfallt war und es mehrere Verletzte gab. Nach einer kurzen Absprache erteilte der Einsatzleiter seinem Stabschef den Auftrag einen Einsatzleiterstandort (KP, Kommandoposten) mit den vorhandenen Mitteln einzurichten. Nach dem der Stabschef mit seinem Auftrag losgezogen war, erhielt der Einsatzleiter von der Übungsleitung weitere Informationen von der Situation, welche er am Ereignisort angetroffen hat. Mit diesen Informationen begab sich der Einsatzleiter dann an den Einsatzleiterstandort und informierte dort seinen Stabschef, die Lagekarten- und Journalführung und erteilte die ersten Befehle und Aufträge.

Ziel dieser Einsatzübung war einen KP einzurichten und die Chargen innerhalb des KPs zu verteilen.

Als letzter Punkt dieser Übung stand die neue Alarmierung und die angepasste Ausfahrtsordnung auf dem Programm. Es wurden einige Dinge durch das Kommando angepasst und an der heutigen Übung wurden alle auf den neuesten Stand gebracht sowie offenen Fragen dazu geklärt.

Bericht: Sandra Baumgartner

Letzter Angewöhnungsmarsch der Atemschutzgeräteträger durch Zeiningen

Letzter Angewöhnungsmarsch der Atemschutzgeräteträger durch Zeiningen

Letzter Angewöhnungsmarsch der Atemschutzgeräteträger durch Zeiningen

Seit über 15 Jahren absolvieren die Atemschutzgeräteträger (ASGT) der Feuerwehr jährlich einen Angewöhnungsmarsch durch Zeiningen. Diese Tradition wird jedoch in diesem Jahr zum letzten Mal stattfinden. Der Marsch, der den Atemschutzgeräteträgern hilft, sich an ihre Ausrüstung zu gewöhnen, wird in Zukunft durch eine neue Herausforderung ersetzt. Die beiden letzten Angewöhnungsmärsche fanden an einem kühlen Märzabend statt und führten durch Zeiningen. Für die erfahrenen Geräteträger war die Strecke vertraut, während die neuen Mitglieder sie zum ersten Mal bewältigten. Die Strecke wurde jeweils von einem erfahrenen Atemschutzgeräteträger mit einem frisch eingeteilten Geräteträger absolviert.

Es bleibt spannend, was uns im nächsten Jahr erwarten wird, denn der Leistungstest soll den Feuerwehrorganisationen sowie den einzelnen ASGT einen realistischen
Überblick über die körperliche Leistungsfähigkeit im Atemschutzeinsatz geben. Mit dem Heranführen an die persönliche Leistungsgrenze ergibt sich für den ASGT die Möglichkeit einer Selbstreflexion zum eigenen Fitnesslevel.

Schneiden, Spreizen und der Einsatz von Pioniergeräten

Schneiden, Spreizen und der Einsatz von Pioniergeräten

Schneiden, Spreizen und der Einsatz von Pioniergeräten

In diesem Jahr gibt es insgesamt fünf neue Pioniere, die tatkräftig mitwirken. Damit der Einstieg für die Neuen reibungslos verläuft, wurde an dieser Übung zum einen das vorhandene Material erklärt und zum anderen neues Material für alle vorgestellt. So konnte an einem Posten ein neuer Glasschneider getestet werden, der sich einfach führen lässt — nicht nur durch Karton, sondern später auch an einem Fahrzeug.

Die verschiedenen Posten konnten von den jeweiligen Gruppen selbständig besucht und erarbeitet werden. Nach rund einer Stunde ging es dann in den praktischen Teil über.

Im Werkhof standen zwei Fahrzeuge bereit. Aufgeteilt in zwei Gruppen konnte jeweils ein Szenario entworfen werden, das es abzuarbeiten galt. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. Es wurde nichts geschenkt — sei es durch zugeparkte Unfallautos oder solche, denen ein Rad fehlte, sodass sie nicht zur einfacheren Rettung verschoben werden konnten.

Am Ende waren die Patienten aus den Fahrzeugen gerettet und die neuen Pioniere konnten bereits zum ersten Mal selbst Hand anlegen — mit Schere und Spreizer. Das Wissen wurde dabei sukzessive durch die langjährigen Teammitglieder weitergegeben.

TLF Einsatz, Leitern und Knoten

TLF Einsatz, Leitern und Knoten

TLF Einsatz, Leitern und Knoten

Das Kader durfte sich – wie üblich bei der ersten Kaderprobe im neuen Jahr – mit den Themen TLF-Einsatz, Leiterndienst und Knoten auseinandersetzen.

In kleinen Gruppen übt es sich am besten, und vor allem hatten die angehenden Gruppenführer die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Postenchefs hatten sich gute Lektionen ausgedacht.

An zwei Objekten wurde der TLF-Einsatz geübt, und am Ende der Lektion wurden jeweils noch die Schadenplatzorganisation sowie das „Quick and Safe“ besprochen.

Auch der Posten „Leitern“ hat gezeigt, dass die Schiebeleiter mit Stützen für einige ein unbekanntes Gerät ist, was zu einigen fragenden Gesichtern führte. Daher musste teilweise auf die Anlernstufe zurückgegangen werden – was jedoch sicher nicht nachteilig war.

Beim Posten „Knoten“ wurde das Wissen über die Brustbindung und die Karabinerbremse aufgefrischt. Zudem wurden weitere Knoten vorgestellt, die im Feuerwehrdienst hilfreich sein können, wie zum Beispiel der Hasenohrenknoten, der zur Verbindung eines Seils mit zwei Ankerpunkten dient.

Besten Dank an die Postenchefs für die Vorbereitung und Durchführung der Posten. Ein gelungener Abend, der für jeden Teilnehmer etwas bereithielt.

2. Rheinfelder Sanitätsymposium

2. Rheinfelder Sanitätsymposium

2. Rheinfelder Sanitätsymposium

Nach dem letztjährigen Erfolg des Feuerwehrsymposiums, bei welchem rund 90 Feuerwehrsanitäter (AdFS) aus fast dem ganzen Bezirk Rheinfelden teilgenommen haben. 
Konnten am letzten Dienstag erneut rund 80 AdFS von neun verschiedenen Feuerwehren im Feuerwehrmagazin Rheinfelden begrüsst werden.

Die diesjährigen Vorträge wurden von Dr. med. Urs Genewein und Rettungssanitäter Aaron Huber, welcher Frank Szillat krankheitsbedingt vertreten hat, abgehalten.

In einer lebhaften Präsentation von Urs, tauchten die AdFS ein zum Thema Verbrennungen. In einem ersten Teil gab es eindrückliche Zahlen von der Beratungsstelle für Brandverhütung: Infolge Verbrennungen müssen in der Schweiz jedes Jahr über 8’000 Personen in ärztliche Behandlung und ca. 290 Schwerverletzte müssen in einem Brandverletztenzentrum behandelt werden. Jährlich sterben zwischen 13 und 36 Personen an den direkten Folgen eines Brandes. Urs zeigte auch eindrucksvoll auf, dass bei Brandverletzungen mehrere medizinische Disziplinen involviert sind, um dem Patienten zu helfen. In einem zweiten Teil seiner Präsentation wurde auf die verschiedenen Arten von „Verbrennungen“ eingegangen. Am eindrücklichsten war das Inhalationstrauma bei dem durch Einatumg von heissen und oder toxischen Gase die feinen Alveolen zerstört werden. Urs ging dabei auch noch auf die Funktion der Haut ein, wie auch auf die verschiedenen Grade der Verbrennungen und deren Komplikationen bei de Heilung. 

Die Präsentation von Aaron zeigte die Probleme des Rettungsdienstes auf, wenn dieser alarmiert wird, denn die Informationen der Kantonalen Notrufzentrale sind zum teil spärlich, wie auf einem anonymisierten Einsatzbericht zu erkennen war. Den Ausführungen zu folge, fuhren sie schon zu einem Ereignis, welches bereits seit Stunden vorbei war. Im Verlauf der Präsentation ging Aaron noch auf das ABCDE-Schema (Airway, Breathing, Circulation, Disability unf Exposure) ein, als kurze Repetition für die Anwesenden. Aaron kam auch mit einem Wunsch ins Magazin, nämlich, dass eine strukturierte Übergabe statt findet mit Identifikation des Patienten, mit der Situation und mit dem SAMPLERS (Symptome, Allergien, Medikation, Patientengeschichte, Letzte Mahlzeit, Ereignisse, Risikofaktoren und Schwangerschaft). Als die kurze Präsentation vorbei war, bestand noch die Möglichkeit das neue Fahrzeug des Rettungsdienstes unter die Lupe zu nehmen. Vor allem das herausnehmen der Trage war ein Highlight, da sich diese fast vollautomatisch herausnehmen lässt.

Nach all den vielen medizinischen Begriffen und Abkürzungen, durfte auch das leibliche Wohl nicht vergessen gehen und selbstverständlich auch der Austausch untereinander.  Dies bei einem feinen Risotto, welches der Verpflegungsoffizier in seiner mobilen Küche gezaubert hat.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Referenten und der Übungsleitung für die Organisation des Anlasses.