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Materialkenntnis und Schadenplatzbeleuchtung

Materialkenntnis und Schadenplatzbeleuchtung

Materialkenntnis und Schadenplatzbeleuchtung

Die erste Übung von diesem Jahr für die Elektrogrupp stand unter dem Motto Materialkenntnis und Schadenplatzbeleuchtung. Als Szenario wurde der Brand eines Einfamilienhauses angenommen. Die Gruppe bekam die Aufgabe das Objekt, mittels dem vorhandenen Material auf dem PIF, auf allen Seiten auszuleuchten.

Das Gebäude war auf drei Seiten zugänglich, weshalb sehr gut mit den tragbaren Scheinwerfern auf Stativen gearbeitet werden konnte. Von der Strassenseite her konnte das Gebäude zusätzlich mit dem ausfahrbaren Lichtmasten vom Fahrzeug aus beleuchtet werden. Um die Leuchten hinter dem Gebäude mit Strom zu versorgen, konnte der «Schnellangriff», eine festeingebaute Kabelrolle hinten im Fahrzeug, verwendet werden.

Im Ernstfall würde die Elektrogruppe sich selbständig einen Überblick verschaffen und die Elektropläne studieren. Es ist immer gut zu wissen, wie und wo das Gebäude stromlos gemacht werden kann. Dies zur Sicherheit der eigenen Einsatzkräfte aber auch zum Verhindern von weiteren Schadenfällen. Nach dem Anschauen der Pläne und der Situation vor Ort, meldet sich der AdF beim Einsatzleiter und zeigt ihm die Möglichkeiten auf und weist ihn auf akute Sicherheitsprobleme hin.

Das Vorgehen zum Stromlosmachen des Übungsobjektes wurde direkt mit der ganzen Gruppe bei der Kabelverteilkabine besprochen und angeschaut. Dabei ging es auch immer um die eigene Sicherheit. Ein reger Erfahrungsaustausch rundete die ganze Übung ab.

Bericht: Sandra Baumgartner

Basics Führungsunterstützung

Basics Führungsunterstützung

Basics Führungsunterstützung

Die Stabsgruppe oder auch Führungsunterstützung hilft dem Einsatzleiter im Einsatz, um den Überblick zu bewahren. Dazu werden von der Stabsgruppe eine Lagekarte gezeichnet, Journal geführt und der Funk bedient. Um die Mitglieder der Stabsgruppe auf diese Aufgaben vorzubereiten, galt es an der ersten Übung vier Posten zu absolvieren. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Kenntnissen der Signaturen und Lagekarte sowie dem Material.

Am ersten Posten ging es um die Materialkenntnisse des Einsatzleiterfahrzeuges Zähring 23. Jeder Teilnehmer erhielt verschiedene Karten mit Begriffen wie z. B. «Verfügt über Kanal 3» oder «Enthält Stifte, Schreibmaterial» und musste darauf hin den entsprechenden Gegenstand aus dem Fahrzeug holen. In einem zweiten Schritt mussten die Teilnehmer erklären für was denn der Gegenstand ist und beim Versorgen ins Fahrzeug erklären, wo der Gegenstand hingehört bzw. zu finden ist.

Am nächsten Posten wurden die Signaturen näher angeschaut. Welche Farben für Signaturen gibt es und was bedeuten sie: Schwarz wird für die bestehende Situation verwendet, Rot für das Schadensereignis, Blau für die «Lösung», sprich die Einsatzfahrzeuge, Leitungen u. ä. und Orange für besondere Gefahren wie Gas, Chemikalien etc. Zum Üben der vielen Signaturen lagen Karteikarten vor. Auf der einen Seite befand sich der Begriff und auf der anderen Seite das entsprechende Symbol in der richtigen Farbe.

Um die gelernten Signaturen und das Umsetzen in einer Lagekarten weiter zu vertiefen, gab es den dritten Posten. Dort trafen die Teilnehmer auf Ereignisse in Modell-Grösse. Es waren Ereignisse dargestellt mit einem Brand, Rettungen und Fahrzeugen und es galt das angetroffene Szenario auf das Papier zu bringen und eine lesbare Lagekarte zu erstellen. Nach dem Besprechen des ersten Ereignisses, wurden die Lagekarten besprochen und Tipps für die nächsten Aufgaben gegeben. Beim zweiten Szenario musste eine Lagekarte aufgrund von vorliegenden Plänen und Fotos erstellt werden und beim dritten Ereignis, gab es wieder ein Modell zum Abzeichnen. Am Schluss wurden diverse Lagekarten aus dem Feuerwehrheft 118 angeschaut und versucht diese abzulesen und zu verstehen.

Zum Abschluss wurden die Stabsmitglieder auf der Zentrale dem Zähring 11 geschult. Im Ernstfall werden sie von einem Offizier unterstütz, doch sollen die groben Abläufe bekannt sein, so dass auch jedes Stabsmitglied dort zur Unterstützung zum Einsatz gebracht werden kann.

Für die Teilnehmer war es eine sehr spannende Übung und die Ziele zum Thema Signaturen, Lagekarten und Materialkenntnis wurden erfüllt.

Bericht: Sandra Baumgartner

Verkehrszugsübung in Stein

Verkehrszugsübung in Stein

Verkehrszugsübung in Stein

Wir trafen am Montag pünktlich um 19:20 Uhr im Feuerwehrmagazin Stein ein, wo bereits alles vorbereitet war und die Veranstaltung mit der Verkehrstheorie umgehend beginnen konnte.

Die Agenda sah folgende Punkte vor:

  • Änderungen im SVG / SSV
  • Quiz Verkehrszeichengabe & dringliche Einsatzfahrten
  • Refresher orange Warntafeln an Fahrzeugen
  • Fachvortrag Zürich Versicherung

Bei de Änderungen im Strassenverkehrsgesetz,  ist sicherlich das automatisiertes Fahren auf Schweizer Strassen, welches per 01.März 2025 in Kraft tritt nennenswert.

Damit die Veranstaltung nicht nur einem Frontalunterricht gleich kommt, wurde mittels eines Quiz, es wurde um die schnellste Antwort heftig gekämpft, da man mitverfolgen konnte wer die Nase vorne hat. Nach dieser Auflockerung wurden die Warntafeln, welche Fahrzeuge zieren könnten, am Beispiel von Benzin erklärt.

Die obere Nummer ist die Gefahrennummer (auch Kemler-Zahl genannt). Die erste Ziffer bezeichnet dabei die Hauptgefahr. Wird sie wiederholt, wird dadurch eine Zunahme der Hauptgefahr ausgedrückt. Eine Nebengefahr wird durch eine weitere Ziffer bezeichnet. Ein eventuell vorangestelltes X drückt ein ausdrückliches Verbot aus, den Stoff mit Wasser in Berührung zu bringen.

Die untere Nummer widerspiegelt die Stoffnummer.

 

 

Der letzte Teil an diesem Abend galt dem Fachvortrag. Was passiert, nach dem die Feuerwehr abgerückt ist. Zwei Experten erläuterten wie anhand von Bremsspuren, Aufzeichnungen mittels Event Data Recorder (EDR), Restwegaufzeichnungsgeräte (RAG) und Unfall-Daten-Speicher (UDS) der Unfall rekonstruiert werden kann.

Zwischen dem Vortrag gabs noch eine kurze Pause, in welcher die Küchenmannschaft der Feuerwehr Stein zu Hot-Dogs einlud. Diese konnte man nach seinem Gusto füllen.

Nach der Pause wurden dann noch Beispiele gezeigt und es war noch Raum um Fragen zu stellen.

Ein interessanter Abend, welcher Aufzeigt, dass es nicht damit getan ist, wenn wir wieder ins Magazin einrücken.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Gastfreundschaft und Bewirtung an diesem Abend an die Feuerwehr Stein.

Rettungsübung in Kindergarten: Feuerwehr bringt Kinderaugen zum Leuchten

Rettungsübung in Kindergarten: Feuerwehr bringt Kinderaugen zum Leuchten

Rettungsübung in Kindergarten: Feuerwehr bringt Kinderaugen zum Leuchten

Der Abend im Kindergarten Altstadt war alles andere als gewöhnlich. Statt fröhlichem Spielen zog dichter Rauch durch die Flure. Die Kinder warteten ruhig in ihren Klassenzimmern – ein Szenario, das wie aus einem Drama wirkte, aber Teil einer geplanten Übung der Feuerwehr Rheinfelden war.

Im Keller des Kindergartens wurde ein Brand simuliert, der das einzige Treppenhaus völlig verqualmte. 35 Kinder und vier Lehrpersonen nahmen freiwillig als Statist*innen teil und blieben in ihren Räumen eingeschlossen. Die Feuerwehr begann sofort mit der Evakuierung: Einige Kinder wurden über die Drehleiter gerettet, andere mit Fluchthauben durch das verrauchte Treppenhaus ins Freie geführt. Zusätzlich suchten die Einsatzkräfte ein „vermisstes Kind“ (Puppe), das sich aus Angst versteckt hatte.

Die Übung sollte möglichst realistisch sein. Gleichzeitig diente sie dazu, Vertrauen aufzubauen und den Kindern die Angst vor einem echten Notfall zu nehmen. Für die Lehrpersonen war es zudem eine wertvolle Weiterbildung. Eine Lehrerin erzählte: „Einige Kinder hatten anfangs Angst, aber die Feuerwehrleute haben sie beruhigt und erklärt, was gerade passiert.“ Bald wich die Panik der neugierigen Spannung, und die Kleinen hörten aufmerksam den beruhigenden Worten der Einsatzkräfte zu. Der Respekt vor den „Feuerwehrhelden“ war deutlich spürbar.

Draussen vor dem Kindergarten verfolgten viele Eltern das Geschehen gespannt. Nach einer Stunde war der simulierte Brand gelöscht. Alle Kinder und Lehrpersonen wurden sicher evakuiert und standen wohlbehalten im Freien.

Die Übergabe der Kinder an ihre Eltern war ein besonderer Moment. Viele der Kleinen hatten trotz der späten Stunde noch strahlende Augen – beeindruckt von der Rettungsaktion und den Erlebnissen des Abends. Einige schliefen auf dem Heimweg bereits glücklich ein, erschöpft von den Aufregungen.

Am Ende blieb ein wohliges Gefühl in der kühlen Herbstnacht zurück: Kinder mit leuchtenden Augen, Eltern voller Stolz auf ihre Kleinen und die Feuerwehr, und Einsatzkräfte, die mit einem zufriedenen Lächeln in den Feierabend gingen. Vielleicht wird eines dieser Kinder später selbst zur Feuerwehrfrau oder zum Feuerwehrmann – inspiriert von einer Übung, die mehr war als nur ein Testlauf.

Dominique Schneider

In Krisen Köpfe Kennen – Stabs-Offiziersübung mit Feuerwehr Frick

In Krisen Köpfe Kennen – Stabs-Offiziersübung mit Feuerwehr Frick

In Krisen Köpfe Kennen – Stabs-Offiziersübung mit Feuerwehr Frick

Jährlich findet eine Stabs-Offiziersübung zusammen mit der Führungsunterstützung und den Offizieren der Stützpunktfeuerwehr Frick statt. Alternierend ist sie einmal in Frick und einmal in Rheinfelden. Dieses Jahr erwartete uns die Feuerwehr Frick am 29.10. und 30.10.2024 bei ihnen zur gemeinsamen Übung.

Bereits zu Beginn erwartete uns die Alarmmeldung: «Dienstag, 15.45 Uhr, Technische Hilfeleistung, in Frick, Dammstrasse, Zugsentgleisung». Schon bei der Anfahrt zum Einsatzort wussten wir, das wird etwas Grösseres. Das Szenario war vor Ort als Model auf einem Tisch aufgestellt. Es stellte einen entgleisten Güterzug dar. Die Lokomotive ist auf die Dammstrasse gestürzt und der Lokomotivführer war eingeklemmt. Die angehängten Waggons hingen halb im Bahnbord und hatten eine LKW, beladen mit Heizöl, getroffen. Der Fahrer konnte sich auf die Strasse retten. Das nachfolgende Fahrzeug wurde ebenfalls von einem Waggon getroffen und stand in Flammen. Auch dieser Lenker konnte sich selbst retten, erlitt aber Verbrennungen. Dahinter ereignete sich ein Verkehrsunfall mit zwei Fahrzeugen, wobei ein Lenker eingeklemmt wurde. Das nachfolgende Postauto mit 15 Fahrgästen konnte zwar rechtzeitig bremsen, dadurch wurden jedoch vier Personen verletzt.

Die Offiziere erhielten den Auftrag ein Handkroki zu erstellen und die Lage nach dem FBE (Feststellen – Beurteilen – Entscheiden) zu beurteilen. Die Führungsunterstützung (Stab) erhielt den Auftrag die Lage als Handskizze aufzuzeichnen. Dies wird für den weiteren Übungsverlauf benötigt.

Nachdem drei Offiziere ihr FBE vortragen konnten, wurde ein Einsatzleiter bestimmt. Dieser sollten den Einsatz als Gesamteinsatzleiter führen und bewältigen. Als erstes entschied er sich, aufgrund der Grösse des Ereignisses, den Einsatz in drei Abschnitte zu unterteilen: Abschnitt 1 «Loki», Abschnitt «LKW und PW-Brand» und Abschnitt 3 «Verkehrsunfall und Postauto». Der Einsatzleiter bestimmte für alle Abschnitte einen Abschnittsoffizier und machte mit Ihnen eine erste Absprache nach OAABS. Danach wurden die übrigen Anwesenden aus den Feuerwehren Rheinfelden und Frick gemischt und auf die Abschnitte verteilt, um das Szenario zu bearbeiten.

Der Gesamteinsatzleiter errichtete mit seinen zugeteilten Personen den Führungsstab mit Lagekarte(n), Journal, Formular-Erste Führung uvm.

In den einzelnen Abschnitten begannen die Gruppen für ihren jeweiligen Abschnitt eine Lagekarte zu erstellen sowie das Formular 1. Führung aufzuarbeiten. Jeder der vier Gruppen war ein Übungsleiter zugeteilt, welcher immer wieder Übungsbestimmungen wie Person gerettet oder Heizöl im Bruggbach einspielte. Nach rund 20 Minuten trafen sich alle wieder bei der Gesamteinsatzleitung für den 1. Rapport. Dieser wurde durch den Stabschef klar und strukturiert durchgeführt. Anwesend an diesem Rapport war zu dem ein Polizist der Kantonspolizei Aargau sowie ein Bereichsleiter der SBB, welche ihre jeweiligen Bereiche und Anliegen vertraten.

Nach dem Rapport gab es einen kurzen Übungsstopp durch die Übungsleitung, um das bisherige zu besprechen und Tipps für den weiteren Verlauf und den 2. Rapport zu geben. Danach ging es zurück in die Abschnitte, wo durch die Übungsleitung wieder neue Übungsbestimmungen und Aufträge zur Bearbeitung eingespielt wurden. Beim 2. Rapport wurde die Gesamteinsatzleitung vom GEL der Kantonspolizei übernommen.

Nach dem zweiten Rapport wurde die Übung gestoppt. Durch die Anwesenden der Kantonspolizei und der SBB wurden uns noch einige Wichtige Informationen und Inputs zur Bewältigung eines solchen Szenarios gegeben und auf was für Kräfte und Unterstützungen wir von ihrer Seite her rechnen können. Jeder Abschnitt durfte nun ein Feedback zur Übung und dem Szenario abgeben. Positiv fanden die Teilnehmer, dass das Szenario mittels Model sichtbar und somit greifbar ist und das es realistisch war. Auch das Arbeiten in den gemischten Gruppen wie auch der Austausch untereinander war sehr gut. Weniger gut war hingegen der gewählte Standort für die Übung. Dieser wurde von der Übungsleitung bewusst am angenommen Ereignisort gewählt, damit sich die Teilnehmer das Gelände und die Situation besser vorstellen konnten. Doch leider befand sich der Übungsort direkt an der viel Befahrenen SBB-Bahnstrecke wie auch an der Postautostrecke. Die Kommunikation und somit auch das Besprechen bzw. das Verstehen war eher schwierig.

Nach dem Aufräumen verschoben wir ins Magazin Frick, wo es noch einen Imbiss mit Sandwiches und selbstgebackenen Lebkuchen und Muffins gab.

Die Ziele der Übung wie «kennen den Aufbau eines Stabs», «Ereignis in Abschnitten führen» oder «können Rapporte strukturiert durchführen» wurden erfüllt. Doch das wichtigste Ziel war an diesen beiden Tagen «in Krisen Köpfe Kennen». Und dieses Ziel konnte auch dank der Teilnahme unserer externen Partner der KAPO Aargau und der SBB voll erfüllt werden.

Schlussübung 2024 – Oder doch eher Alarmübung?

Schlussübung 2024 – Oder doch eher Alarmübung?

Schlussübung 2024 – Oder doch eher Alarmübung?

Am Samstag 26. Oktober 2024 war es wieder so weit: Um 13.45 Uhr startetet die Jahres-Schlussübung der Feuerwehr Rheinfelden im Magazin Riburgerstrasse. Beginnen sollte die Übung mit dem traditionellen Mannschaftsfoto vor dem Magazin, als plötzlich sämtliche Handys schrillten: «Alarmübung, Strassenrettung in Rheinfelden, Albrechtsplatz, Verkehrsunfall, 2 PW». Noch während sich die Ersten zum Ausrücken zu den Fahrzeugen begaben, erfolgt schon der zweite Alarm: «Alarmübung, Brand-Gross, in Rheinfelden, Albrechtsplatz».

Mit dem Einsatzleiterfahrzeug fuhren wir zum Albrechtsplatz mitten in der Altstadt von Rheinfelden. Der Einsatzleiter, Roland Ciapponi, verschaffte sich als erstes einen Überblick rund um das gestellte Szenario beim Albrechtsplatz. Es gab einen Verkehrsunfall mit drei eingeklemmten Personen, eine Person war zudem unter einer Mulde eingeklemmt und ein drittes Auto stand in Flammen. Die Personen aus dem brennenden Auto konnten sich vorher selbst retten und standen geschockt daneben. Aufgrund eines Brandes im Keller der Liegenschaft Marktgasse 1 waren weitere Personen auf verschiedenen Stockwerken im Gebäude eingeschlossen und mussten Atemschutz gerettet werden.

Nach und nach rückten die weiteren Fahrzeuge mit der Mannschaft an. Der Einsatzleiter verteilte die Aufträge anhand seines Entscheides. Die Schadenfälle wurden parallel bearbeitet und für die zahlreich anwesende Bevölkerung gab es an jeder Ecke etwas Spannendes zu sehen:

Die Pioniergruppe erhielt den Auftrag sich um die beiden verunfallten Fahrzeuge mit insgesamt drei eingeklemmten Personen sowie um die eingeklemmte Dummie-Puppe unter der Mulde zu kümmern. Für das Anheben der Mulde wurden Hebekissen eingesetzt, danach konnte die Puppe gerettet werden. Durch den gestellten Verkehrsunfall lag ein Auto auf dem Dach, während das andere auf der Seite lag. Um die Person schonend aus dem gekippten Auto zu retten, musste das Dach abgetrennt werden. Beim anderen Fahrzeug wurden die B-Säulen entfernt, so konnten die beiden Personen seitlich aus dem Auto gerettet werden. Für den besseren Überblick wurde vom Einsatzleiter ein Abschnittsoffizier «Verkehrsunfall» eingesetzt.

Zeitgleich bekämpfte ein erster Atemschutztrupp das Feuer am anderen Fahrzeug, während für die weiteren Löscharbeiten ein dreifacher Löschangriff mit Schaum, Wasser und Pulver aufgebaut wurde. Das Feuer konnte rasch unter Kontrolle gebracht und abgelöscht werden.

Während vor dem Gebäude die Rettungen und Löscharbeiten in vollem Gange waren, wurden auf der Seite Brodlaube die Rettungen der eingeschlossenen Personen aus dem Gebäude Marktgasse 1 mittels Autodrehleiter ausgeführt.

Hinter dem Gebäude waren zur gleichen Zeit die Atemschutz-Trupps damit beschäftigt, in das Gebäude vorzudringen und den Brandort zu lokalisieren. Das gestellte Feuer konnte im Keller ausfindig gemacht werden. Während dessen erreichte die Trupps die Nachricht, dass noch eine Person vermisst wird. Diese konnte jedoch kurz darauf gefunden und gerettet werden.

Für die Betreuung und erste Versorgung der rund zwölf Patienten wurde durch die Sanität im Rumpel eine Sanitätsstelle eingerichtet.

Auch unsere Jüngsten, die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Regio Rheinfelden (JuFü), waren mit von der Partie. Sie übernahmen während der Übung die gleichen wichtigen Aufgaben wie die Grossen und erstellten ab Hydrant mittels Motorspritze eine Transportleitung mit Druckleitungen zum Halten der Nachbargebäude. Dabei sorgten sie auch dafür, dass der Stadtbus nicht behindert wurde und die Stelle dank Schlauchbrücken passieren konnte. Einige der Jungen durften sogar Atemschutz tragen und die Trupps ins Gebäude begleiten. Zudem kümmerte sich die JuFü darum, dass die geretteten Personen sicher in die Sanitätsstelle gebracht wurden.

Während die Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr in der oberen Marktgasse der Bevölkerung ihr Können zeigte und die gestellten Szenarien bewältigte, hatte auch der Rheinrettungsdienst seine Schlussübung auf dem Programm. Diese fand natürlich auf dem Rhein statt.

Nach rund einer Stunde waren alle Figuranten gerettet und die action-reiche Übung war erfolgreich beendet. Der Kommandant, Marc Leber, versammelte die ganze Mannschaft inklusive der Jungen aus der Jugendfeuerwehr und die Mitglieder des Rheinrettungsdienstes vor dem Ereignisobjekt. Mit den Worten «Ich präsentiere Euch die Feuerwehr Rheinfelden» zeigte er den geladenen Gästen und der interessierten Bevölkerung stolz «seine» Feuerwehr. Nach einer kurzen Übungsbesprechung folgte das obligate Mannschaftsfoto. Danach ging es ans Aufräumen des Materials und des Übungsplatzes.

Danke an die Organisatoren für diese spannende, gelungene und nicht alltäglich Übung!

Feuerwehr-Schlussabend 2024

Am Abend fand der traditionelle Schlussabend im Feuerwehr Magazin statt. Ganz unter dem diesjährigen Motto «80s» war es dekoriert worden und einige haben sich entsprechend in Schale geworfen. In der Ansprache von Kommandant Marc Leber machte er einen Rückblick auf das vergangene Jahr, welches mit einem aktuellen Stand von 109 Einsätzen zu einem der strengeren gehört. Vorallem die Dauer der Einsätze und somit die Einsatzstunden sind mit über 2’000 Stunden sehr hoch.

Als nächster Programmpunkt standen die Ehrungen bzw. Jubiläen auf dem Programm. Für 10-Dienstjahre konnten Martine Amrein, Michael Beyeler und Raphael Scharf die Paul-Weber-Nadel entgegennehmen. Für bereits 25-Jahre in den Diensten des Rheinrettungsdienstes wurde Willy Vogt geehrt.

Für das leibliche Wohl stand dieses Jahr ein Burger-Buffet bereit. Jeder konnte dort nach Herzenslust seinen eigenen Burger mit oder ohne Beilagen zusammenstellen.

Nach dem alle verpflegt waren, folgte der nächste Programmpunkt. Stadtrat und somit Ressortverantwortlicher Feuerwehr, Walter Jucker, überbrachte die Grüsse der Stadt und bedankte sich bei allen Feuerwehrfrauen und -männer für ihren Einsatz in diesem Jahr sowie bei allen Angehörigen für die Unterstützung und das Verständnis. Zusammen mit Marc Leber übernahm er nun die diesjährigen Beförderungen:

Zum Gefreiten: Jan Gubler und Gerd Gisler

Zum Korporal: Muriel Thommen und Tobias Buchter

Zum Wachtmeister: Michael Bucher, Marcel Eberle und Raphael Scharf

Zum Leutnant: Sandra Baumgartner

Leider verlassen auch einige die Feuerwehrfamilie. Per Ende Jahr verabschieden wir uns von

  • Ulrich Baumann, danke für 21 Jahre Rheinrettungsdienst
  • René Wiederkehr, danke für 42 Jahre
  • Jean-Yves Risse, danke für 19 Jahre

Danke, dass ihr bei uns wart und die Feuerwehr Rheinfelden tatkräftig unterstützt habt.

Damit war der offizielle Teil des Abends beendet und das Dessertbuffet eröffnet. Für die weitere musikalische Unterhaltung und den Barbetrieb waren wie schon letztes Jahr die Burg-Stei-Grafe Rhyfälde zur Stelle.